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UNTERLAND: Raiffeisenbank ist auf Kurs

An ihrer GV konnte die Raiffeisenbank Urner Unterland trotz schwierigem Umfeld und tiefen Zinsen ein gutes Jahresergebnis mit einem Gewinn von 595719 Franken präsentieren.
Paul Gwerder
«Der Markt wird uns zwingen, in Zukunft etwas kleinere Brötchen zu backen», so Beat Bütikofer, Vorsitzender der Bankleitung anlässlich der Genossenschaftsversammlung. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 16. März 2018))

«Der Markt wird uns zwingen, in Zukunft etwas kleinere Brötchen zu backen», so Beat Bütikofer, Vorsitzender der Bankleitung anlässlich der Genossenschaftsversammlung. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 16. März 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Unsere Bank ist auf gutem Kurs, das haben wir den einzigartigen Beziehungen zu unseren Kunden zu verdanken», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Perren am Freitag an der 111. GV der Raiffeisenbank Urner Unterland. 750 Genossenschafter waren gekommen, davon 363 im Theater Uri und 387 im Uristier-Saal, wo die GV live übertragen wurde.

«Wir sind nicht abhängig von grossen Investoren, denn unsere Genossenschafterinnen und Genossenschafter sind die Eigen­tümer der drittgrössten Bankengruppe, und wir sind in der Region verwurzelt und kennen das lokale Geschehen wie auch den örtlichen Markt», sagte Perren. Mit dem anvertrauten Geld finanziert die Raiffeisenbank Unternehmen, öffentliche Institutionen und Wohneigentum vor Ort und unterstützt so nachhaltig das Wachstum.

«Das vergangene Jahr war ein gutes Geschäftsjahr», sagte der Vorsitzende der Bankleitung, Beat Bütikofer. So konnte der Jahresgewinn von 595719 Franken (2016: 586689 Franken) leicht gesteigert werden. «Ich bin stolz darauf, dass wir unsere ambitiösen Ziele, die wir uns gesetzt haben, dank meinen engagierten Kolleginnen und Kollegen erreichen konnten», so Bütikofer.

Bilanzsumme um 7,2 Prozent gesteigert

Ein gutes Jahr bringt auch höhere Steuern mit sich. Diese belaufen sich für 2017 auf 350000 Franken. Die Bilanzsumme stieg im Berichtsjahr um 7,2 Prozent auf 560 Millionen Franken. Diese positive Entwicklung ist dem hohen Zufluss an Kundengeldern und der immer noch hohen Nachfrage nach Hypothekarkrediten zu verdanken. «Die brillanten Zuwachsraten sollten uns eigentlich stolz und zufrieden machen, aber wir müssen den Markt in Zukunft genau beobachten, denn wir sind in einer Phase von Minuszinsen, und dies ist kurzfristig gesehen nicht nur von Vorteil für uns», warnte Bütikofer. «Unsere Bank verdient immer noch den grössten Teil im Zinsgeschäft, denn dies macht 82 Prozent unserer Gesamterträge aus», so der Bankleiter. Die Raiffeisenbank Urner Unterland hat rund 20 Vollzeitstellen, verteilt auf 26 Personen.

«Ein paar äussere Einflüsse deuten auf ein herausforderndes Geschäftsjahr hin», so Bütikofer. Dabei denkt er an die geopolitische Gesamtlage mit nach wie vor vielen Krisenherden, an den wachsenden Leerwohnungsbestand und die Minuszinspolitik der Nationalbank, welche die Erfolgsrechnung belasten wird. «Der Markt wird uns zwingen, in Zukunft etwas kleinere Brötchen zu backen», so Bütikofer. Er sei aber überzeugt, auch nächstes Jahr wieder ansehnliche Zahlen vorweisen zu können.

«Weniger lustig» sei die Affäre um den ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiff­eisen Schweiz, Pierin Vincenz, sagte Perren. Viele Leute seien irritiert und enttäuscht von den Machenschaften von Vincenz. Obwohl die Geschichte direkt nichts mit der Raiffeisenbank Urner Unterland zu tun hat, hofft Perren doch auf eine rücksichtslose Aufklärung der Geschichte.

Zusammenschluss ohne Kündigungen

Die Raiffeisenbanken Urner Oberland und Urner Unterland planen einen Zusammenschluss anlässlich der GV 2019. «Zu diesem Schritt haben uns die grossen Herausforderungen mit steigenden regulatorischen Anforderungen und die daraus resultierenden Kosten sowie die rasante Technologieentwicklung und die durch die Digitalisierung veränderten Kundenbedürfnisse bewogen», informierte der Verwaltungsratspräsident.

Auch die Bankleitung und die Mitarbeitenden stehen voll hinter dem Projekt und sehen die Notwendigkeit und die neuen Möglichkeiten und Chancen. Perren versichert, dass es durch den Zusammenschluss keine Kündigungen geben wird. «Denn wir wollen auch in Zukunft wachsen und nicht kleiner werden.» Im Spätherbst will die Bank über das weitere Vorgehen orientieren.

Die Zahl der Mitglieder ist im letzten Geschäftsjahr nur leicht angestiegen. Die Nettozunahme betrug lediglich 27 Personen. Insgesamt hat die Bank nun 7435 Mitglieder.

Auf die GV hin hat der Vizepräsident des Verwaltungsrates, Franz Dittli, seine Demission eingereicht. Mit einem grossen Applaus und einem Blumenstrauss wurde Dittli feierlich verabschiedet. Wegen des bevorstehenden Zusammenschlusses der beiden Banken wird der Verwaltungsrat verkleinert und der vakante Sitz von Dittli nicht mehr besetzt.

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