UNTERSCHÄCHEN: Der Kugelfang kostet viel Geld

Die Schützen blicken auf ein eher durchschnittliches Jahr zurück. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wird investiert. Dabei hofft man auf Unterstützung.

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Der Vorstand (von links): Sepp Imholz, Valentin Arnold, Heidi Welti, Bruno Bissig, Ruedi Arnold, Marco Herger, Priska Gisler, Mario Gisler und Präsident Toni Kempf. (Bild Paul Gwerder)

Der Vorstand (von links): Sepp Imholz, Valentin Arnold, Heidi Welti, Bruno Bissig, Ruedi Arnold, Marco Herger, Priska Gisler, Mario Gisler und Präsident Toni Kempf. (Bild Paul Gwerder)

«Ein gut eingespieltes Vorstandsteam hatte versucht, den Schützinnen und Schützen eine perfekte Plattform zu bieten, damit sie den Schiesssport verbunden mit Kameradschaft und Geselligkeit kombinieren konnten», sagte Toni Kempf in seinem Jahresrückblick an der Generalversammlung. Als besonderes Ereignis bezeichnete er die Teilnahme von 25 Vereinsmitgliedern, darunter acht Nachwuchsschützen, am Eidgenössischen Schützenfest im Wallis.

Wegen des stürmischen Winterwetters konnte der Präsident nur 28 Vereinsmitglieder sowie als Ehrengast Pfarrer Stefan Schmitt willkommen heissen. Der offizielle Teil der 110. Generalversammlung der Schützengesellschaft Unterschächen fand nach dem Schützengedächtnis und dem Nachtessen im Restaurant Rose Bar statt. Eröffnet wurde der offizielle Teil der 110. Generalversammlung um 21.30 Uhr.

Überschuss in der Rechnung

«Aus sportlicher Sicht war es eher ein durchschnittliches Jahr», zog Präsident Toni Kempf sein Fazit. Die Highlights waren die Qualifikation für die erste Schweizerische Hauptrunde im Feld A sowie der neunte aufeinanderfolgende Sieg im Freundschaftsmatch gegen Spiringen. Der persönliche Höhepunkt war für den Präsidenten der ersehnte Gewinn des begehrten Rütlibechers.

Die Wahlen warfen keine hohen Wellen, denn alle zur Wahl stehenden Mitglieder wurden für weitere 2 Jahre wiedergewählt. Die Rechnung schloss mit einem Überschuss von 3780 Franken ab, dies ist vor allem den «Schützenstuben»-Wirten zu verdanken. Dank ihren Einnahmen im «Schützenstübli» konnten sie einen Gewinn von rund 4700 Franken der Kassiererin Priska Gisler überreichen.

Bissig gewinnt Jahresmeisterschaft

Am Jagdmattschiessen in Erstfeld war Josef Arnold (Holzerbergli) der beste Sturmgewehrschütze und gewann mit seinen 76/TS 97 Punkten den beliebten Jagdmattschinken. Den Jahresmeistertitel der SG Unterschächen sicherte sich Heinz Bissig mit 513,3 Punkten vor dem letztjährigen Sieger Marco Herger (504,4) und Albin Epp (500,6). Die beste Dame war Heidi Welti mit 481,6 Punkten.

Dominik Müller bester Jungschütze

Gemäss dem neuen Leiter Bruno Bissig starteten die Jungschützen mit zwei Theorieabenden, an denen 13 Knaben mitmachten, ins Vereinsjahr. Am Feldschiessen auf dem Schiessstand Spiringen schossen Mike Bissig und Pirmin Arnold mit je 61 Punkten das beste Resultat. Für den eidgenössischen Schützentag in Raron qualifizierte sich David Kempf. Dieser schoss zehn sehr gute Einzelschüsse, danach verliess ihn das Glück, denn die 5er-Serie ist ihm misslungen, und er musste sich schlussendlich mit dem 362 Rang zufrieden geben. Neun Jungschützen nahmen mit den Aktivschützen am Eidgenössischen Schützenfest teil. Dabei gelang es einzig Ramon Arnold, die Auszeichnung beim Sektions- und Juniorenstich zu machen.

Ein riesiges Erlebnis war für zwei Mädchen und vier Knaben, dass sie zum legendären Zürcher Knabenschiessen eingeladen wurden. Leider konnte sich keiner in der höchsten Preisklasse von 35 bis 32 Punkten klassieren. Mit 30 Treffern war Stefanie Kempf die beste Unterschächnerin vor Nadja Baumann (28) und Dominik Müller und Elias Imholz (27). Mit 333 Punkten belegte in der Endabrechnung Dominik Müller den 1. Rang. Zweiter wurde mit drei Punkten Rückstand David Kempf vor dem drittplatzierten Alex Herger.

Baugesuch eingereicht

Um den gesetzlichen Anforderungen in den nächsten Jahren zu genügen, hat die SG Unterschächen beschlossen, auf der 300-Meter Schiessanlage einen emissionsfreien künstlichen Kugelfang einzubauen. Dazu sagte Marco Herger: «Nachdem die Altlastenuntersuchung gemacht wurde, steht der Sanierung der Anlage nichts mehr im Wege.» Das Baugesuch sei inzwischen eingereicht worden und man hoffe, dass im Frühling mit dem Bau des Fundamentes der neuen Kugelfanganlage begonnen werden könne. Noch fehlt etwas Geld für die teure Sanierung, aber der Vorstand hofft, dass in nächster Zeit noch Anteilscheine gezeichnet werden oder Gönnerbeiträge in die Klubkasse fliessen.

Pfarrer Stefan Schmitt freute sich, dass rund 90 Prozent aller Versammlungsteilnehmer am Schützengedächtnis teilgenommen hatten. Er gratulierte allen Schützen zu ihren guten Resultaten.

Paul Gwerder