Unterschächen korrigiert Zahlen des Bunds

Die Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative ist im Kanton Uri in Kraft. Gegen die Berechnung des Bundes können sich die Gemeinden aber wehren.

Florian Arnold
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Das Bergdorf Unterschächen liegt im hinteren Teil des Urner Schächentals. (Bild: Archiv Neue UZ)

Das Bergdorf Unterschächen liegt im hinteren Teil des Urner Schächentals. (Bild: Archiv Neue UZ)

Zwölf Urner Gemeinden überschreiten die 20-Prozent-Grenze an Zweitwohnungen. In diesen Gemeinden dürfen seit Anfang Jahr keine Baugesuche mehr für Zweitwohnungen bewilligt werden. So will es die Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative.

Laut der Urner Justizdirektorin Heidi Z’graggen handelt es sich bei den Prozentsätzen der Bundesrats-Verordnung um Vermutungen. Das Bundesamt stützt sich auf die Zahlen des Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregisters von 2006. Betroffenen Gemeinden hat die Justizdirektion nun geraten, die Zahlen zu überprüfen.

Unterschächen hat sich darauf intensiv mit dem Thema befasst und sich bisher als einzige Gemeinde gegen die Zahlen des Bundes gewehrt. «Wir sind es dem Bürger schuldig, dass wir Klarheit schaffen», sagt der Unterschächer Gemeindeschreiber Alois Arnold. «Es ist kein Vorteil, wenn die 20-Prozent-Grenze überschritten ist. Wir wehren uns, weil wir uns davon für die Zukunft ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren mit weniger Administration und mehr Handlungsspielraum erhoffen.»

Stufenbetriebe sollen abgezogen werden

Zweitwohnungen im eigentlich Sinn gibt es in Unterschächen laut Arnold ungefähr dreissig. Das Bundesamt für Statistik kommt auf knapp hundert. «Für den Bund zählt jede Wohnung, die nicht dauerhaft bewohnt ist, als Zweitwohnung», sagt Regierungsrätin Z‘graggen. Dieses Kriterium trifft auch auf Stufenbetriebe in der Landwirtschaft zu. Unterschächen will nun geltend machen, dass es sich dabei nicht um Zweitwohnungen handelt.

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