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UNTERSCHÄCHEN: Unterschächen rechnet 2018 mit Defizit

An der Gemeindeversammlung geht es um Grossprojekte, die hohe Investitionen notwendig machen. Die Orts- und Zonenplanung ist abstimmungsreif.
Bruno Arnold
Gemeindehaus Unterschächen (Bild: Gemeinde Unterschächen.)

Gemeindehaus Unterschächen (Bild: Gemeinde Unterschächen.)

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Die Gemeinde Unterschächen prognostiziert in der Erfolgsrechnung 2018 bei einem Ertrag von 2,275 und einem Aufwand von 2,323 Millionen Franken ein ­Defizit von 48'000 Franken. Im kommenden Jahr sind Nettoinvestitionen von 545'000 Franken vorgesehen (siehe Box). Hinzu kommt eine negative Selbstfinanzierung von 33'300 Franken. Somit beträgt die budgetierte Zunahme der Nettoschuld der ­Gemeinde Unterschächen total 578'300 Franken.

Der Steuerfuss für die natürlichen Personen wurde vor einem Jahr um 6 auf 104 Prozent gesenkt, der Kapitalsteuersatz beträgt 2,4 Promille. «Die Steuern sollen trotz des strukturellen Defizits nicht erhöht werden», schreibt der Gemeinderat in seinem Bericht zuhanden der Gemeindeversammlung vom 9. November. Mit einem Steuerfuss von 104 Prozent bewege sich Unterschächen im Mittelfeld der Urner Gemeinden. Eine im Vergleich zu den Talgemeinden zu hohe Steuerbelastung hätte nach Meinung der Verantwortlichen der Gemeinde «negative Auswirkungen auf die Anstrengungen der Gemeinde, die Abwanderung zu stoppen».

Aufgrund des erwarteten strukturellen Defizits von 48'300 Franken muss das budgetierte Rechnungsergebnis aus Sicht des Gemeinderats als «unbefriedigend» betrachtet werden. «Es scheint, dass die überragenden Rechnungsergebnisse der letzten Jahre der Vergangenheit angehören», hält der Gemeinderat fest. Dies umso mehr, als der Kanton beabsichtige, die Sanierung seines Finanzhaushaltes teilweise auf dem Buckel der Gemeinden durchzuführen.

Gesamtrevision der Orts- und Zonenplanung

Neben den Kreditbegehren (Gesamtsanierungskonzept Gemeindestrassen, WC-Anlage Aesch) ist auch die Gesamtrevision der Orts- und Nutzungsplanung traktandiert. Bei der Gesamtrevision wurden verschiedene Gesetzesänderungen berücksichtigt. So mussten beispielsweise Gewässerräume festgelegt werden. Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete und Naturobjekte sowie die Schutzgebiete für Bauten, Kulturobjekte und historische Verkehrswege sind aktualisiert worden, die Bau- und Zonenordnung wurde dem kantonalen Planungs- und Baugesetz angepasst.

«Die zuständige Kommission war bestrebt, die Gesamtrevision so zu gestalten, dass der mögliche Handlungsspielraum ausgenutzt werden konnte», schreibt der Gemeinderat. «Dabei galt es, die gesetzlichen Grenzen sowie Verhältnismässigkeit und Notwendigkeit zu berücksichtigen.» Der Gemeinderat beantragt, die Nutzungspläne für die Bereiche ­Baugebiete, Sonnenhalb, Alplen/Ruosalp und Brunnital sowie die revidierte Bau- und Zonenordnung zu genehmigen.

Diverse Wahlgeschäfte sind zu tätigen

Schliesslich haben die Stimmberechtigten auch noch diverse Wahlgeschäfte vorzunehmen (Baukommission und Finanzkontrollstelle Sanierung Kreisschulhaus, Gemeinderat, Schulrat Schächental, Betriebsrat Alters- und Pflegeheim Gosmergartä, Wasserkommission und Rechnungsprüfungskommission).

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung findet die Kirchgemeindeversammlung statt. Traktandiert sind das Budget 2018, die Festlegung des Kirchensteuerfusses sowie Wahlen.

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 9. November, 19.30 Uhr in der Aula des Schulhauses statt. Die Pläne zur Gesamtrevision der Orts- und Nutzungsplanung liegen ab 18.30 Uhr in der Aula zur Einsicht auf.

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