Unterschächner wählen neue Gemeinderätin

Sandra Kempf tritt die Nachfolge von Martin Huser an. Gutgeheissen wurden an der Gemeindeversammlung sowohl die Rechnung als auch das Budget.

Markus Zwyssig
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Das abtretende Gemeinderatsmitglied Martin Huser zusammen mit seiner Nachfolgerin Sandra Kempf.

Das abtretende Gemeinderatsmitglied Martin Huser zusammen mit seiner Nachfolgerin Sandra Kempf.

Bild: PD

Die Unterschächner sagten an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend Ja zur Rechnung des vergangenen Jahres. Der via Videokonferenz zugeschaltete Verwalter Alois Arnold erläuterte den Anwesenden die Gemeinderechnung 2019. Diese schliesst bei einem Ertrag von 2,436 Millionen Franken und einem Aufwand von 2,432 Millionen Franken mit einem Mehrertrag von 4477 Franken ab. Der Gemeinderat zeigte sich erfreut, dass die Erfolgsrechnung im Vergleich zum Budget um 42'623 Franken besser ausfällt und sogar mit einem kleinen Ertragsüberschuss abschliesst. Sie wurde einstimmig gutgeheissen.

Die von Gemeinderat Martin Huser vorgestellte Schlussabrechnung für die Instandstellung des Strassenabschnitts Postgarage – Schützenstand sowie die von Gemeinderat Reto Müller präsentierte Schlussabrechnung der Instandsetzungen der Lawinenverbauung an der Windgällen wurden gutgeheissen.

Für die Instandstellung des Strassenabschnitts wurde mit einem Bruttokredit von 34'100 Franken gerechnet. Der Kantonsbeitrag aus dem Projekt Hochwasserschutz Schächen betrug 17'800 Franken. Der Gemeindeanteil wurde auf 16'300 Franken veranschlagt. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich abzüglich des Kantonsbeitrags auf 4698 Franken. Der Kredit wurde um 11'601 Franken unterschritten.

Die Kosten für die Lawinenverbauung betragen 95'981 Franken. Kanton und Bund beteiligen sich mit 75 Prozent (71'986 Franken). Die restlichen 25 Prozent 23'995 Franken muss die Gemeinde tragen.

Für das kommende Jahr werden rote Zahlen budgetiert

Klar Ja sagen die Unterschächner zum von Gemeinderat Alois Arnold erläuterten Budget 2021. Dieses schliesst mit einem Defizit von 37'600 Franken ab. Das Ergebnis wird durch die Investitionen für die Sanierung des Kreisschulhauses in Spiringen und die Sanierung der Gemeindestrassen stark beeinflusst. In der Rechnung sind für diese Grossprojekte Abschreibungen von rund 197'000 Franken vorgesehen. Ohne die Zusicherung von Spendengeldern der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden wären die Ausgaben und damit der Abschreibungsbedarf noch wesentlich höher. Der Aufwandüberschuss liegt bei 168'600 Franken. Dank Auflösung von Reserven in der Höhe von 131'000 Franken kann das Defizit auf eine «finanzpolitisch vertretbare Grösse» gesenkt werden, wie der Gemeinderat festhält.

Trotz des Defizits wurde an der Versammlung beschlossen, den Steuerfuss für natürliche Personen bei 104 Prozent zu belassen. Der Kapitalsteuersatz für juristische Personen bleibt bei 3,5 Promille.

Gemeindepräsident Iwan Imholz und Mitglied Irene Baumann wurden für zwei Jahre wieder gewählt. Alois Arnold liess sich nur noch für ein Jahr wählen. Sandra Kempf tritt die Nachfolge von Martin Huser an, der nach elf Jahren zurücktritt. Mario Arnold wurde als Mitglied im Schulrat Schächental bestätigt. Claudia Baggenstos und Alois Arnold wurden als Kreisschuldelegierte im Amt bestätigt. Karin Truschner wurde als Mitglied des Betriebsrats des Alters- und Pflegeheims Gosmergartä wieder gewählt. Im Amt bestätigt wurde schliesslich Martin Arnold, Präsident der Rechnungsprüfungskommission.

Aus der Versammlung wurden zwei Vorschläge gemacht. Mit der Schaffung des Tempcamp im Bonacher soll nun auch die Möglichkeit zur Entsorgung von Grauwasser für die Camper geschaffen werden. Zudem wird der Gemeinderat beauftragt, ein Campingverbot auf Gemeindegebiet zu prüfen. Die Gemeindeversammlung stimmt der Überweisung beider Vorschläge an den Gemeinderat grossmehrheitlich zu.

An der Gemeindeversammlung Unterschächen nahmen unter Einhaltung der geforderten Schutzmassnahmen und mit einer Maskenpflicht 32 Stimmberechtigte teil. Gemeinderat Alois Arnold war per Videokonferenz zugeschaltet.

Die Unterschächner hielten sich an ihrer Gemeindeversammlung am Donnerstagabend an das geforderte Schutzkonzept.

Die Unterschächner hielten sich an ihrer Gemeindeversammlung am Donnerstagabend an das geforderte Schutzkonzept.

Bild: PD

Neue Vertreterin im Landeskirchenrat

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung fand die Kirchgemeindeversammlung statt. Die von Verwalter Valentin Arnold vorgestellte Erfolgsrechnung 2019 wurde genehmigt. Sie schliesst bei einem Ertrag von 332'248 Franken und einem Aufwand von 324'185 Franken mit einem Plus von 8062 Franken ab. Gutgeheissen wurde auch das Budget, das ein Plus von 3500 Franken vorsieht. Der Steuerfuss wird bei 125 Prozent festgelegt.

Präsident Marco Herger informierte über die Schlussabrechnung Bälmli. Die Bruttokosten belaufen sich auf 71'805 Franken und wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Im Kirchenrat wurden Präsident Marco Herger, Vizepräsident Martin Arnold und Verwalter Valentin Arnold im Amt bestätigt. Für die zurücktretende Brigitte Gisler-Arnold wurde neu Doris Bissig-Gisler als Vertreterin in den Landeskirchenrat gewählt. Martin Arnold, Präsident der Rechnungsprüfungskommission, wurde wieder gewählt.