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«Unverständnis» nach Stellen-Abbau in Altdorf

Die Ankündigung, dass bei Dätwyler in Altdorf rund 100 Stellen abgebaut werden, kommt für die Gewerkschaft nicht überraschend. Bei der Urner Regierung stösst der Abbau auf Unverständnis. Der hohe Frankenkurs schürt Ängste.
Das Dätwyler-Werk in Schattdorf (im Bild der Bereich «Rubber»). (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Dätwyler-Werk in Schattdorf (im Bild der Bereich «Rubber»). (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Urner Regierungsrat hat mit «ausserordentlichem Bedauern und Unverständnis» vom Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen am Standort Altdorf bis Mitte 2012 vernommen. Ein Stellenabbau in dieser Grössenordnung trifft den Arbeitsplatz Uri hart. Angesichts der volkswirtschaftlichen Tragweite dieses Schritts ist der Regierungsrat enttäuscht, besonders auch angesichts des gleichzeitig kommunizierten sehr guten Ergebnisses der Firma. Die angekündigte Einrichtung eines Sozialplans mit Jobvermittlungs-Center durch die Firma Dätwyler entspricht dem Minimum an sozialpolitischer Verantwortung. Der Regierungsrat hat umgehend ein klärendes Gespräch mit der Geschäftsleitung von Dätwyler verlangt, wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt.

Nicht überraschend

Für die Gewerkschaft Syna kommt der Stellenabbau im Sektor Liftkabel nicht überraschend. Überraschend sei allenfalls der frühe Zeitpunkt. Überraschend sei zudem, dass auch der Bereich Kabelkonfektionierung betroffen sei. Dort habe man nicht mit einem Outsourcing gerechnet.

Syna: Möglichst viele Stellen erhalten

Syna will nun beim Konsultationsverfahren, das bis zum 5. April dauert, aktiv mitarbeiten. Es gehe darum, mitzuhelfen, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben, sagte Syna- Branchenleiter Josef Lustenberger gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Gewerkschaft befürchtet, dass weitere Firmen dem Beispiel von Dätwyler folgen könnten. Man habe Signale erhalten, sagte Lustenberger, dass die Auftragsbücher vieler Unternehmen für 2011 nicht sehr voll sind. Probleme mit dem hohen Frankenkurs liessen sich nicht bestreiten und die Situation sei unbefriedigend.

Kein «Dammbruch»

Auch bei Swissmem (dem Verband der Schweizerischen Maschinen- Elektro- und Metallindustrie) glaubt man, dass sich das Problem im laufenden Jahr noch akzentuiert. Von einem «Dammbruch» durch den Entscheid von Dätwyler will Swissmem-Sprecher Ivo Zimmermann aber nicht sprechen, allenfalls von einem Trend.

Gesamtwirtschaftlich seien die Zahlen und die Nachfrage gut, sagte Zimmermann. Das Problem sei, dass der Frankenkurs die Margen schmelzen lasse. Und wenn keine Gewinne mehr gemacht würden, dann habe das Auswirkungen darauf, wo man investiere.

Die Frage nach der Gefährdung des Werkplatzes Schweiz beantwortet Swissmem-Sprecher Ivo Zimmermann jedoch mit einem Nein. «Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen für die Zukunft der Werkplatzes Schweiz zu schaffen.» Von diesem sei man nach wie vor überzeugt. Aber es brauche dazu die entsprechenden Rahmenbedingungen.

sda/rem

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