URI: 14,43 Mio. Franken für die Prämienverbilligung

Da die Prämienverbilligung neu von Amtes wegen bei allen Personen berechnet wird, werden keine Antragsformulare mehr verschickt. Personen, die Anspruch auf Prämienverbilligung haben, erhalten einen schriftlichen Entscheid. Der Betrag wird anschliessend direkt an die Krankenkassen ausbezahlt.

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Im Kanton Uri wird der Anspruch auf Prämienverbilligung automatisch berechnet. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Im Kanton Uri wird der Anspruch auf Prämienverbilligung automatisch berechnet. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Durch die Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung wird im Kanton Uri der Anspruch auf Prämienverbilligung bei allen automatisch berechnet. Wer Anspruch auf Prämienverbilligung hat, wird schriftlich informiert. Anschliessend wird der Betrag direkt an die Krankenkassen ausbezahlt. Diese neue Auszahlungsart gilt auch für Personen mit Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, heisst es in einer Medienmitteilung der Gesundhits-, Sozial- und Umweltdirektion des Kantons Uri vom Dienstag. Dabei wird der Ergänzungsleistungsbetrag zwar kleiner, dafür reduziert sich im gleichen Masse die Prämienrechnung der Krankenkasse.

Das Ausfüllen eines Antragsformulars ist nicht mehr notwendig, ausser bei Quellensteuerpflichtigen. Da für diese Personen keine Steuerdaten zur Verfügung stehen, müssen sie nach wie vor ein schriftliches Gesuch einreichen. Das Antragsformular steht im Internet unter www.ur.ch/praemienverbilligung zur Verfügung.

Für die Berechnung der Prämienverbilligung sind die persönlichen und familiären Verhältnisse am 1. Januar 2014 massgebend. Änderungen der Verhältnisse können auf Antrag der versicherten Person ab dem Datum des Ereignisses berücksichtigt werden.

Die ersten Entscheide werden im März 2014 durch das Amt für Gesundheit verschickt und die Beträge anschliessend an die Krankenkassen überwiesen. Durch die Reduktion der Prämienverbilligungssumme um 1 Million Franken werden noch zirka ein Drittel der Urner Bevölkerung Prämienverbilligungen erhalten. Dies kann dazu führen, dass Personen, die bisher Prämienverbilligung erhielten, in diesem Jahr keinen Anspruch mehr haben.

Die eigene Situation kann mit einem Berechnungsformular, das im Internet unter www.ur.ch/praemienverbilligung zur Verfügung steht, berechnet werden. Falls ein selbst errechneter Anspruch besteht und bis Ende März 2014 noch kein schriftlicher Entscheid eingegangen ist, kann bis spätestens 30. April 2014 beim Amt für Gesundheit ein Gesuch eingereicht werden.

pd/zim

Prämien für viele eine grosse Belastung

Die hohen Krankenkassenprämien bedeuten für viele eine grosse finanzielle Belastung. Deshalb werden im Kanton Uri wiederum individuelle Prämienverbilligungen an Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen ausgerichtet. Dafür hat der Landrat für das Jahr 2014 insgesamt 14,43 Millionen Franken genehmigt. Der Beitrag des Bundes wird anhand der Durchschnittsprämie und des Versichertenbestandes ermittelt und beträgt 9,93 Millionen Franken. Der Kanton reduziert seinen Beitrag im Rahmen des Sparpakets um 1 Millionen Franken und steuert 4,5 Millionen Franken bei.

Die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion erwartet, dass zirka 30 Prozent der Urner Bevölkerung einen Beitrag an die Prämien der Krankenpflege-Grundversicherung erhalten werden. Im Jahr 2014 bleiben die Richtprämien gleich wie im Vorjahr: Erwachsene 3170 Franken, für junge Erwachsene 2790 Franken und Kinder 1000 Franken.

pd/zim