«Uri 18»: Auto AG testet einen Batterie-Shuttlebus

Die Auto AG Uri setzt in den kommenden Tagen einen zwölf Meter langen, batteriebetriebenen Elektrobus ein. Er verkehrt vor allem vom Telldenkmal zum Messegelände der «Uri 18» und verfügt über 35 Sitz- und 43 Stehplätze.

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Einen solchen Batteriebus setzt die Auto AG Uri während der «Uri 18» ein, um eine Alternative zu den Dieselbussen zu testen.  (Bild: PD)

Einen solchen Batteriebus setzt die Auto AG Uri während der «Uri 18» ein, um eine Alternative zu den Dieselbussen zu testen.  (Bild: PD)

Die Auto AG Uri (AAGU) testet für den Shuttlebetrieb zur «Uri 18» einen emissionsarmen Bus. Er wird hauptsächlich zwischen Altdorf Telldenkmal, Altdorf Bahnhof, Ruberst und «Uri-18»-Messegelände verkehren. Beim Testfahrzeug handelt es sich um einen Elektrobus-Prototyp, der von der Schweizer Firma Hess in Bellach entwickelt und beim portugiesischen Hersteller Caetano gebaut wurde. Er verfügt über 35 Sitz- und 43 Stehplätze sowie einen Rollstuhlplatz.

AAGU erhofft sich wichtige Erkenntnisse

«Der Test des gemieteten Batteriebusses erfolgt auf einer Strecke, die heute von Dieselbussen bedient wird», schreibt die Auto AG Uri in einer Mitteilung. «Die AAGU verspricht sich vom Probebetrieb wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Beschaffung von Autobussen, so etwa zum Energieverbrauch, zur Reichweite sowie zur Praxistauglichkeit des Ladekonzepts», heisst es weiter.

Alternativen zu Dieselbussen suchen

«Wir sind sehr interessiert daran, neue Antriebstechnologien für Busse zu testen», erläutert Thomas Aschwanden, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Uri. Es lohne sich, bereits heute nach Alternativen für Dieselbusse Ausschau zu halten und diese im Linienverkehr zu testen. Und Michael Roost, Vorsitzender der AAGU-Geschäftsleitung, ergänzt: «Danach wissen wir, worauf wir beispielsweise bei der Planung und Infrastruktur unseres Busdepots für Elektrobusse achten müssen oder welche Details bei einer Ausschreibung für den Ersatz der Busflotte wichtig sind.»

Vorteile in dicht bebauten Gebieten

«Busse mit reinem Elektroantrieb bestechen vor allem dadurch, dass sie zumindest lokal weniger Abgase und CO2 ausstossen und zudem sehr leise sind», betont Michael Roost. Gerade in dicht bebauten Wohnquartieren sei dies gegenüber den herkömmlichen Dieselfahrzeugen ein Vorteil. Man sei gespannt auf die Ergebnisse des Tests und freue sich darüber, dass der Elektrobus während der «Uri 18» zum Einsatz komme. Der Bus stand zuvor mehrere Monate bei den Verkehrsbetrieben Zürich im Einsatz und rollte danach zum Test bei PostAuto durch Frauenfeld. Er schaffte dabei eine Reichweite von rund 120 Kilometern pro Batterieladung. (bar)

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Marco Morosoli

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