URI: 2667 Lastfahrzeuge durften nicht weiterfahren

Im Kanton Uri hat die Polizei im vergangenen Jahr 19‘499 Schwerfahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 11‘766 Verkehrsregelverstösse geahndet. 2667 Brummis durften nicht weiterfahren.

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Diese Ladung Pneu war im Laderaum falsch verteilt. Im Schwerverkehrszentrum Erstfeld gab das für den Chauffeur einiges zu tun. (Bild: Kantonspolizei Uri)

Diese Ladung Pneu war im Laderaum falsch verteilt. Im Schwerverkehrszentrum Erstfeld gab das für den Chauffeur einiges zu tun. (Bild: Kantonspolizei Uri)

Hauptbeanstandungsgründe waren wie im Vorjahr Verstösse gegen die Betriebssicherheit und die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften. Die Kontrollen erfolgten gemäss Mitteilung der Urner Kantonspolizei grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld, aber auch mobil auf der Strasse oder direkt in den Unternehmen.

Fast acht Prozent der Beanstandungen betrafen Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen. Am häufigsten registrierte man dabei, dass Chauffeure die Ruhezeiten nicht einhielten oder die täglich erlaubte Lenkzeit überschritten. Einige Anzeigen gab es wegen Manipulationen am Fahrtschreiber und aufgrund Fahren ohne Fahrerkarte. 2015 wurden insgesamt drei Fremdkarten eingezogen und an das Bundesamt für Strassen (Astra) weiter geleitet.

Mängel in der Betriebssicherheit

Viele Verstösse mussten wegen Mängeln an der Bremse (1123) sowie an den Reifen (1111) geahndet werden. Zahlreiche Mängel gab es wegen Überladung in Gewicht (3606) oder Abmessungen (2322) zu verzeichnen. Wegen gravierender Mängel bei der Betriebssicherheit mussten 2667 Schwerfahrzeuge stillgelegt werden. Bei 126 Schwerfahrzeugen mussten die Chauffeure die Ladung besser im Fahrzeug verteilen.

Acht Chauffeure hatten keinen Führerausweis. 38 Chauffeure wurden wegen Alkohol am Steuer verzeigt. 68 Fahrzeuge waren während dem Nacht- und Sonntagsfahrverbot unterwegs. 4 Prozent der kontrollierten Schwerfahrzeuge waren in der Schweiz immatrikuliert, 93 Prozent kamen aus EU- und 3 Prozent aus übrigen Staaten.

Der Schwerverkehr musste letztes Jahr 65 Mal in Erstfeld angehalten werden. Rund die Hälfte der Kurzsperrungen auf der Gotthardachse wurde durch Unfälle oder Pannen verursacht. Witterungsbedingte Sperrungen gab es zehn Mal. Weitere Sperrungen waren unter anderem wegen Schwierigkeiten bei der Zollabfertigung nötig.

pd/cv
 

Mehr Verkehrsunfälle

cv/sda. Jahr 2015 ereigneten sich auf den Urner Strassen 410 (Vorjahr: 373) polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Drei Personen verunfallten tödlich (2). Insgesamt verletzten sich 141 (117) Personen bei Verkehrsunfällen. 3 (2) Personen verunfallten tödlich, 23 (26) haben sich schwer und 118 (91) leicht verletzt.

Der Sachschaden beläuft sich auf geschätzte 3'229'000 Franken (3'351'000 Franken). An den Verkehrsunfällen waren insgesamt 794 (661) Personen beteiligt. Davon waren 13 (9) Personen Fussgänger und 781 (652) Lenker oder Mitfahrer von Fahrzeugen.

Zu den häufigsten Unfallursachen zählten erneut Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 215 (163) sowie das Nichtanpassen an die Geschwindigkeit in 41 (55) Fällen. Bei 16 (15) Unfällen hatten die Unfallverursacher zu viel Alkohol getrunken.

Am meisten Unfälle ereigneten sich in der Gemeinde Altdorf 92 (70). Die Verkehrsunfälle innerorts stiegen von 126 auf 172. Ausserorts sanken sie auf 172 (175) und auf der Autobahn verringerten sich die Unfälle auf 66 (72). Am meisten Kollisionen ereigneten sich am Samstag (74) am wenigsten am Mittwoch (49). Am häufigsten krachte es zwischen 13.00 Uhr und 13.59 Uhr, zwischen 2 und 3 Uhr nachts passierte jeweils nichts auf den Urner Strassen. Bei 16 Unfällen war Aklohol im Spiel.