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URI: 476 Asylsuchende halten sich in Uri auf

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist für total 258 Asylsuchende zuständig. Diese werden auf zwölf Gemeinden verteilt. 218 Personen dürfen ihre Wohnung selber suchen.
Daniel Regli
Bild: Quelle Kanton Uri / Grafik Janina Noser

Bild: Quelle Kanton Uri / Grafik Janina Noser

Daniel Regli

Im Kanton Uri sind per 31. Juli 193 Asylsuchende und 65 vorläufig aufgenommene Personen durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) beherbergt worden. Diese insgesamt 258 Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Personen verteilen sich auf verschiedene SRK-Unterkünfte in zwölf Urner Gemeinden (siehe Grafik). Auf die Unterbringung dieser Personengruppe hat der Kanton Uri beziehungsweise das SRK einen direkten Einfluss.

Acht Gemeinden ohne Unterkunft

Die meisten dem Kanton zugewiesenen Asylsuchenden (108 Personen) werden durch das SRK in der Gemeinde Altdorf einquartiert. Im Urner Hauptort ist die Zahl am höchsten, weil das SRK im «Bauernhof» beim Bahnhof Altdorf die bisher einzige Gruppenunterkunft in Uri betreibt. Am zweitmeisten Asylsuchende beherbergt die Gemeinde Bürglen. Dort halten sich insgesamt 29 Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen auf, gefolgt von Silenen mit 27 Personen und Erstfeld mit 24 Personen. In acht Urner Gemeinden wohnen überhaupt keine Asylsuchenden. Es sind dies Attinghausen, Hospental, Isenthal, Realp, Seedorf, Seelisberg sowie Spiringen und Unterschächen.

218 suchen selber Wohnung

Auf die Unterbringung einer weiteren Personengruppe hat der Kanton keinen Einfluss: 218 anerkannte Flüchtlinge (Ausweis B) und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge (Ausweis F) dürfen ihre Unterkunft auf dem freien Wohnungsmarkt selber suchen – dies im gesetzlichen Rahmen der gewährten Sozialhilfe.

Gemäss Asylgesetz können die Kantone vom Bund zugelassene Hilfswerke zur Unterstützung beiziehen. Diese sorgen für die korrekte Unterbringung der Asylsuchenden und für die Gewährung der Sozialhilfe. Der Kanton Uri hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und mit dem SRK eine Programmvereinbarung abgeschlossen. Somit muss in Uri das SRK die Unterbringung der Asylsuchenden sicherstellen. Neben der Kollektivunterkunft Bauernhof in Altdorf stehen dem SRK dazu Wohnungen in diversen Urner Gemeinden zur Verfügung.

Keine gleichmässige Aufteilung

Der Kanton Uri kennt im Gegensatz zu anderen Kantonen aber keine prozentuale Verteilung der Asylsuchenden auf alle Gemeinden. «Gemäss der Programmvereinbarung muss das SRK auf eine ausgewogene geografische Verteilung achten», schreibt der Regierungsrat auf eine Anfrage unserer Zeitung. «Wünschenswert und anzustreben ist natürlich, dass die Personen auf alle Gemeinden verteilt werden könnten.» Die gleichmässige Verteilung sei aber von den auf dem Markt zur Verfügung stehenden Wohnungen abhängig und darum schwierig. «Unter Umständen können einzelne Gemeinden über- und unterdurchschnittlich belastet werden», heisst es von Seiten der Regierung.

Vom Asylgesuch zur Aufnahme

Ein Asylverfahren in der Schweiz durchläuft verschiedene Stadien, und die einzelnen Personengruppen erhalten einen unterschiedlichen Status. Wenn ein Asylgesuch nicht direkt in einem Durchgangszentrum an der Grenze entschieden werden kann, verteilt man die Asylsuchenden auf die Kantone. Diese Personen erhalten den Ausweis N. Den Ausweis B beziehungsweise den Status eines anerkannten Flüchtlings erhalten sie, wenn das Asylgesuch bewilligt wurde. Vorläufig aufgenommen wird jemand, dem zwar nicht Asyl gewährt wird, dessen Wegweisung jedoch nicht durchgeführt werden darf. Vorläufig aufgenommen werden auch anerkannte Flüchtlinge, die vom Asyl ausgeschlossen sind, zum Beispiel wegen Asylunwürdigkeit. Sie erhalten einen F-Ausweis.

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