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URI: 7,2 Millionen für Axen-Schutz

Der Geröllsammler nördlich von Sisikon wird rund achtmal grösser. Damit sollen verheerende Murgänge wie im Herbst 2008 verhindert werden.
Franz Steinegger
Der heute viel zu kleine Kiessammler an der Riemenstaldnerstrasse oberhalb der Gemeinde Sisikon wird ausgebaut. (Archivbild Neue LZ)

Der heute viel zu kleine Kiessammler an der Riemenstaldnerstrasse oberhalb der Gemeinde Sisikon wird ausgebaut. (Archivbild Neue LZ)

Das Unglück bleibt unvergessen: Im November 2008 ereignete sich im Gebiet «Chöpferen» am Südwestabhang des Fronalpstocks bei Sisikon ein massiver Felssturz – rund 500 Kubikmeter Gestein fielen runter. Durch starke Regenfälle wurde das Geröll im folgenden Sommer gleich zweimal wieder bachab gespült.

Selbst Experten waren überrascht vom Ausmass dieses Murgangs, der den Kiessammler der Dornirunse, nördlich von Sisikon, buchstäblich überrollte und bis zur Axenstrasse hinunter reichte. Es wurden provisorische Massnahmen ausgeführt, deren Herzstück die Wiederherstellung des Sammlers ist.

Kiessammler: Aufbau ist aufwendig

Nun ist das Baugesuch für die «Murgangschutzmassnahmen Dornirunse» eingereicht und im Gelände ausgesteckt worden. Mit einem Aufwand von 7,22 Millionen Franken wird der 500 Kubikmeter grosse Kiessammler auf 4000 Kubikmeter ausgebaut.

«Vor allem die Verankerung mit massiven Betonelementen ist aufwendig», sagt Ernst Z’graggen, Präsident der Flurgenossenschaft Dornirunse. Sie werden die talseitig bis zu 8 Meter hohe Schutzmauer absichern. Im Budget enthalten sind rund 750 000 Franken für die Verstärkung der Riemenstaldnerstrasse von der Sägerei bis zum Eggeli, grösstenteils auf Sisikoner Gemeindegebiet. Hier sollen unter anderem die tal­seitigen Stützmauern ins Gelände eingebracht werden.

Zudem erhält die Strasse im untersten Bereich einen neuen Belag. Sie wird auf eine Belastbarkeit von 32 Tonnen ausgelegt. Diese Massnahme wird als Erstes ausgeführt, damit die Strasse mit schweren Baumaschinen befahren werden kann. Das Projekt sieht ausserdem eine Geländemodellierung auf einer Länge von 250 Metern vor. Mit diesen Ablenkdämmen kann ein allfälliges Hochwasser in den fast parallel verlaufenden Dornibach abgeleitet werden.

Arbeiten dauern bis 2016

Beim Dornibach sind oberhalb der Axenstrasse Bauarbeiten des Bundesamtes für Strassen (Astra) und der SBB im Gang. Diese bauen in einem gemeinsamen Projekt einen weiteren grossen Geschiebesammler, um für die wichtigen Verkehrsachsen maximalen Schutz zu garantieren.

Die Bauarbeiten sollen diesen Herbst beginnen und 2016 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit muss mit massiven Verkehrseinschränkungen auf der Riemenstaldnerstrasse gerechnet werden.

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