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URI: Abwasser Uri hilft Gemeinden massiv

Die Abwasser Uri hat den meisten Gemeinden ein überdurchschnittliches Ergebnis beschert. Momentan sind 16 Gemeinden ohne Schulden.
Florian Arnold
Der Verkauf der Abwasseranlagen an die kantonale Gesellschaft, hat sich für die Gemeinden bezahlt gemacht. Bild Urs Hanhart

Der Verkauf der Abwasseranlagen an die kantonale Gesellschaft, hat sich für die Gemeinden bezahlt gemacht. Bild Urs Hanhart

Florian Arnold

Die Urner Gemeinden haben ein ausserordentlich positives Rechnungsjahr hinter sich. Was an den einzelnen Gemeindeversammlungen im Frühling bereits zu vernehmen war, wird nun auch von der Finanzkontrolle des Kantons unterstrichen. Sie hat gestern die Kennzahlen 2014 der Einwohnergemeinden des Kantons Uri publiziert.

18 Gemeinden schlossen im Plus ab. Insgesamt erreichten sie einen sehr beträchtlichen Ertragsüberschuss von 14,6 Millionen Franken. Und auch die beiden Gemeinden Hospental und Isenthal, die einen Mehraufwand von 122 000 Franken auswiesen, hätten ohne zusätzliche Abschreibungen und Einlagen ins Eigenkapital ebenfalls positiv abgeschlossen. Das Gesamtergebnis aller Gemeinden beläuft sich somit auf einen Ertragsüberschuss von 14,5 Millionen Franken (Vorjahr: 2,1 Millionen).

10 Millionen in Aktien gesteckt

Den grössten Effekt auf die Abschlüsse der Gemeinden hatte im vergangenen Jahr die Abwasser Uri AG. Wegen der Überführung der öffentlichen Abwasseranlagen an die kantonale Gesellschaft wurden die Gemeinden grosszügig entschädigt. Allerdings hatte die Sachübernahme auch Auswirkungen auf die Investitionen. Denn die Gemeinden kauften im Umfang von rund 10 Millionen Franken die noch offenen Aktien der Abwasser Uri AG.

Grosse Unterschiede bei Vermögen

Insgesamt hat die Investitionstätigkeit um 14,9 Millionen Franken zugenommen. Wurden 2013 brutto 13,5 Millionen Franken investiert, so waren es 2014 total 28,4 Millionen. Nach Abzug der Unterstützung von Bund, Kanton und Dritten blieben den Gemeinden Nettoinvestitionen von 23,4 Millionen Franken (Vorjahr: 9,3 Millionen).

Gesamthaft konnten die Gemeinden Steuereinnahmen (Gemeindesteuern sowie Anteile der Kantonseinnahmen) von 74,9 Millionen Franken (Vorjahr 71,7 Millionen) als Ertrag verbuchen. Pro Kopf wurden durchschnittlich 2063 Franken Steuern bezahlt (2013: 1983 Franken). Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Anteile liegen in den Gemeinden zwischen 1179 und 3846 Franken.

16 Gemeinden haben Guthaben

Mit den guten Abschlüssen konnte auch die Verschuldung minimiert werden. Das Nettovermögen aller Gemeinden ist auf 27,3 Millionen Franken angestiegen. Das durchschnittliche Nettoguthaben pro Kopf beträgt damit 751 Franken. Im Vorjahr war noch eine Nettolast von 159 Franken pro Kopf zu tragen. Insgesamt können nun 16 Gemeinden ein Nettoguthaben ausweisen. Bei den übrigen vier Gemeinden schwankt die Nettolast zwischen 1750 und 3540 Franken pro Kopf.

Die Gesamtkosten des Bereichs Bildung betrugen im vergangenen Jahr 49,4 Millionen Franken. Gegenüber 2013 ist dieser Betrag um knapp 5 Millionen Franken gestiegen. Gleichzeitig sind die Schülerzahlen von 3945 auf 3935 leicht gesunken. Somit resultieren deutlich höhere Kosten pro Schüler von durchschnittlich 12 557 Franken (Vorjahr 11 314 Franken). Allerdings gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen den Gemeinden. Die Kosten pro Schüler liegen zwischen 8008 und 27 338 Franken. «Die Kennzahl wird stark beeinflusst von der Anzahl Schüler in der Gemeinde, den Klassengrössen, der Altersstruktur der Lehrpersonen und vom Aufwand für den Unterhalt der Schulliegenschaften», heisst es im Bericht der Finanzkontrolle.

Die Restkosten der Pflegefinanzierung machten total 8,8 Millionen Franken aus. Der Kanton leistete einen Beitrag von 30 Prozent, was 2,6 Millionen Franken entspricht.

Bild: Neue UZ

Bild: Neue UZ

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