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URI: Alpbach: Bis Ende Jahr soll eine Baubewilligung vorliegen

Die Gemeindewerke Erstfeld, die Elektrizitätswerk Altdorf AG, der Kanton Uri und die Korporation Uri haben sich für ein gemeinsames Kraftwerk-Projekt entschieden. Die Verhandlungen mit der AG um Paul Furrer sind noch nicht abgeschlossen.
Das Wasser des Alpbachs – hier am Unterlauf beim Talweg – soll für die Energiegewinnung genutzt werden. (Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 31. Januar 2018))

Das Wasser des Alpbachs – hier am Unterlauf beim Talweg – soll für die Energiegewinnung genutzt werden. (Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 31. Januar 2018))

Wichtiger Fortschritt für die Nutzung der Wasserkraft am Alpbach: Die Gemeindewerke Erstfeld (GWE), die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), der Kanton Uri und die Korporation Uri haben einen gemeinsamen Projektvertrag unterzeichnet. Dies teilte gestern die Baudirektion Uri mit. Ihr Ziel ist klar: Bis Ende Jahr müssen die Konzession und die Baubewilligung für die Nutzung des Alpbachs vorliegen.

Die vier Partner bilden die gemeinsame Trägerschaft für die KW Erstfeldertal AG. «Jetzt ist der Weg für eine gute Lösung am Alpbach geebnet», sagt Baudirektor Roger Nager. Die vier bisherigen Partner sind erneut übereingekommen, dass sie gemeinsam den Erhalt einer Konzession für die Wassernutzung des Alpbachs sowie einer Baubewilligung anstreben. Falls eine Konzession sowie eine Baubewilligung vor Ende 2018 erteilt werden kann, wird die Nutzung der Wasserkraft unter dem Namen KW Erstfeldertal AG weiterverfolgt. Dies unter Voraussetzung der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Die Mehrheit liegt bei der öffentlichen Hand

Die Beteiligungen an der zukünftigen KW Erstfeldertal AG sehen wie folgt aus: Das EWA und die GWE halten beide je 38 Prozent der Aktien und sind damit gleichmässig am neuen Werk beteiligt. Der Kanton Uri beteiligt sich mit 16 Prozent, die Korporation Uri mit 8 Prozent. Die Mehrheit liegt also bei der öffentlichen Hand.

Das EWA stellt den Präsidenten des Verwaltungsrats, die GWE das Vizepräsidium. Im Verwaltungsrat vertreten sind zudem der Kanton Uri und die Korporation Uri. Steuersitz der KW Erstfeldertal AG ist Erstfeld. Für die Geschäfts- und Betriebsführung ist das EWA zuständig. Die GWE übernehmen wichtige Aufgaben beim lokalen Betrieb und Unterhalt des neuen Werks. «So bringen die Partner ihre ausgewiesenen Kompetenzen und ihr Know-how optimal ein, das EWA im Kraftwerksbau und der Geschäfts- und Betriebsführung, die GWE im lokalen Betrieb und Unterhalt», sagt Roger Nager.

In den kommenden Wochen wird nun die technische Projektentwicklung weiter vorangetrieben und das überarbeitete Konzessionsgesuch sowie der bereits vom Bundesamt für Umwelt vorgeprüfte Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) 1. Stufe fertiggestellt. Dafür werden auch EWA-Mitarbeiter im Feld weitere Erhebungen vornehmen und Abklärungen treffen. Zudem führen Vertreter der KW Erstfeldertal AG weitere Gespräche mit der Firma um Paul Furrer, der KW Alpbach AG. Diese hat in Aussicht gestellt, gegebenenfalls ihr Projekt verkaufen zu wollen. «Der Terminplan für die weiteren Schritte ist nach wie vor sehr eng und sehr herausfordernd», heisst es in der Mitteilung. Baudirektor Roger Nager ist aber überzeugt, dass die Umsetzung machbar ist und der Landrat spätestens im November 2018 über eine Konzessionsvergabe entscheiden kann. Falls mehrere Konzessionsgesuche für die Nutzung des Alpbachs eingereicht werden, wird der Urner Landrat gemäss Gewässernutzungsverordnung einen Konkurrenzentscheid fällen müssen.

Quellen im Erstfeldertal sind geschützt

Seit fünf Jahren ist die Wasserkraftnutzung am Alpbach ein Dauerthema. Im Januar 2018 sprach sich der Landrat für die Nutzung der «kleinen Stufe» aus, bei der das Wasser erst im Gebiet Schopfen gefasst wird statt im höher gelegenen Gebiet Bodenberge. Dadurch werden die Trinkwasserquellen von Erstfeld nicht tangiert.

Die Zeit für die Umsetzung drängt aus folgendem Grund: Liegt bis Ende dieses Jahres keine Konzessionsvergabe und Baubewilligung vor, verfällt die Zusage für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) des Bundes. Ohne KEV ist das Werk aus heutiger Sicht nicht rentabel zu betreiben.

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

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