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URI: Andermatt will ein Kunsteisfeld

Diesen Winter kann man im Urserntal nicht Schlittschuh laufen. Doch nun plant der Gemeinderat ein «wetterunabhängiges Eisfeld». Das letzte Wort haben die Einwohner an der Dorfgemeinde im Mai.
Elias Bricker
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Diesen Winter gab es in Andermatt aber kein Eisfeld. (Bild: Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH (Andermatt))

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Diesen Winter gab es in Andermatt aber kein Eisfeld. (Bild: Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH (Andermatt))

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

Neue Sesselbahnen, eine Gondelbahn und zusätzliche Pistenkilometer. Andermatt entwickelt sich immer mehr vom einstigen Militärstützpunkt zum aufstrebenden Wintersportort. Auch das Tourismusresort von Samih Sawiris nimmt stärker Formen an.

Dennoch gibt etwas bei den Einheimischen sowie bei den Touristen in dieser Saison zu reden: In Andermatt hat es aktuell kein Eisfeld.

Freiwillige arbeiten Tag und Nacht – aber vergebens

Dieser Umstand stört nicht nur die Schlittschuhläufer, sondern auch Tourismusdirektor Flurin Riedi. «Vor Jahrzehnten hatten jeweils die Mitglieder des einstigen Hockeyclubs Andermatt-Göschenen das Eisfeld auf der ehemaligen Bellevue-Matte in nächtlicher Fronarbeit für ihren Spielbetrieb präpariert», sagt Riedi. Zudem habe es damals noch eine Curlingbahn gegeben. In den vergangenen Jahren hätten hingegen immer wieder Private Initiative gezeigt. Gemeinde und Tourismusorganisation hätten diese jeweils unterstützt.

Da aber nicht immer die gleichen Personen den Lead hatten, wechselte auch immer wieder der Standort. So sei das Eisfeld einmal bei der Mehrzweckhalle betrieben worden, dann wieder beim ehemaligen Grandhotel, einmal sogar auf dem gefrorenen Oberalpsee und meist aber bei den Tennisplätzen.

Doch in diesem Jahr wollte zuerst niemand die Initiative ergreifen. «Wir haben im Sommer lange einen Eismeister gesucht – leider ohne Erfolg», sagt Gemeinderat Edwin Holzer. Im Dezember raufte sich aber dennoch eine ehrenamtliche Gruppe zusammen, ein Eisfeld zu betreiben. «Die Leute haben Tag und Nacht gearbeitet», sagt Flurin Riedi. «Doch leider hat das Wetter Ende Dezember und Anfang Januar überhaupt nicht mitgespielt. Somit war die Saison vorbei, bevor sie begonnen hatte.»

Viele Fragen sind noch offen

Trotzdem gehört zu einem aufstrebenden Wintersportort wie Andermatt einfach ein Eisfeld. Dieser Ansicht ist jedenfalls Tourismusdirektor Riedi. «Wir brauchen eine wetterunabhängige Lösung», sagt er. «Es kann nicht sein, dass wir im sonnenverwöhnten Andermatt nur während zweier Wochen im Jahr und wenn es gerade nicht allzu warm ist, ein Eisfeld haben.»

Gemäss dem Regionaljournal Zentralschweiz ist nun der Gemeinderat Andermatt daran, eine wetterunabhängige Lösung für die Zukunft auszuarbeiten. Er plant Investitionen für eine Kunsteisbahn mit Banden, Kühlungsanlage und Eismaschine. Die Eisbahn soll aus Modulen bestehen, mit denen man die Anlage beliebig erweitern lassen könne. Zu den Kosten und dem Standort will der zuständige Gemeinderat Edwin Holzer noch nichts sagen. «Wir führen momentan diverse Gespräche», sagt er. «Wir stecken mitten in der Planungsphase.»

Vieles sei noch unklar, auch wer die Anlage betreiben soll. Wenn alles gut läuft, sollen jedoch die Andermatter an der nächsten Gemeindeversammlung im Mai über einen entsprechenden Kredit befinden. Sagen die Urschner ja zu einer Kunsteisbahn, würde dem Schlittschuhlaufen im kommenden Winter nichts mehr im Wege stehen.

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