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URI: Astra plant Novum auf der A2 von Erstfeld bis Göschenen

Um zu verhindern, dass bei Stau auf der A2 der Verkehr auf die Kantonsstrassen ausweicht, prüft das Bundesamt für Strassen die Einführung eines Dosiersystems bei den Ausfahrten Erstfeld, Amsteg und Wassen.
Wenn sich am Gotthard die Fahrzeuge auf der Autobahn stauen, weichen viele auf die Kantonsstrassen aus, die dann ebenfalls verstopft sind - wie hier im Bild im Oktober 2008. Das soll sich mit einer Ausfahrtsdosierung ändern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)

Wenn sich am Gotthard die Fahrzeuge auf der Autobahn stauen, weichen viele auf die Kantonsstrassen aus, die dann ebenfalls verstopft sind - wie hier im Bild im Oktober 2008. Das soll sich mit einer Ausfahrtsdosierung ändern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)

Am Montagabend, 7. Mai, informierten das Bundesamt für Strassen (Astra), die Urner Regierung sowie die Gemeinde Göschenen über das Projekt zum Bau der zweiten Gotthardröhre, das nun öffentlich aufliegt (wir berichteten).

Richard Kocherhans, Chef der Astra-Filiale Zofingen, zu der auch Uri gehört, stellte dabei weitere Projekte des Bundesamts für Strassen im Urner Oberland vor. Darunter war auch ein absolutes Novum auf Schweizer Autobahnen: Ausfahrtdosierungen. «Bei Stau auf der A2 fliesst der Verkehr auf die Kantonsstrasse ab. Dadurch sind diese überlastet, die Dörfer schwer erreichbar und die Notfallachse beeinträchtigt», führte Kocherhans aus.

Gemäss Verkehrsmanagementplan des Astra soll das Problem folgendermassen gelöst werden: Um zu verhindern, dass Fahrzeuge, die im Stau stehen, auf die Kantonsstrassen ausweichen, sollen die Autobahnausfahrten in Erstfeld, Amsteg und Wassen mittels Lichtsignalen dosiert werden. Spruchreif sei das Vorhaben noch nicht, ein entsprechendes Projekt habe man aber beim Astra gestartet.

Kreiselprobleme in Göschenen: Baudirektor versteht den Unmut

Auch ein weiteres Verkehrsproblem im Oberland will das Astra angehen: die Situation am Anschlusskreisel in Göschenen. Dort komme es insbesondere bei einem Stau vor dem Gotthardtunnel regelmässig zu Rückstaus auf der Gotthardstrasse von Wassen in Richtung Göschenen, so Kocherhans. Das Astra habe zusammen mit dem Kanton Uri ein Projekt gestartet, um diese Problematik zu entschärfen.

Das Problem mit dem Kreisel scheint ein altes zu sein, wie der anschliessenden Diskussion zu entnehmen war. FDP-Landrat Peter Tresch etwa bemängelte, dass man im Urner Oberland den Verkehr oftmals sich selber überlasse. Das Beispiel des Kreisels in Göschenen beweise das. Er hoffe, dass die Aufmerksamkeit, die Göschenen nun bei der Regierung und beim Astra geniesse, auch nach dem Bau der zweiten Röhre anhalte. Baudirektor Roger Nager zeigte Verständnis für den Unmut über die Verkehrssituation beim Kreisel Göschenen. Er fahre selber täglich zweimal dort vorbei und kenne die Lage, so Nager. Man sei aber zuversichtlich, hier zusammen mit dem Astra eine Lösung zu finden.

Als Drittes geht das Astra ein Erhaltungsprojekt der A2 zwischen Amsteg und Göschenen an, das voraussichtlich 2021 startet. Dieses enthält Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren. Zudem werden der Belag und die Strassenanlage erneuert. Geprüft werde auch, ob der Lärmschutz den aktuellen Anforderungen noch genügt, so Kocherhans.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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