URI: Auto AG verteidigt hartes Bussenregime

Die Auto AG Uri hat einen älteren Herrn gebüsst, der sein Bus-Billett zu spät entwertet hatte. Dieses Vorgehen erntete öffentliche Kritik. Jetzt kontert die Auto AG Uri die Vorwürfe.

Anian Heierli
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Ein Rentner wurde gebüsst, weil er sein Ticket nicht abstempelte. (Archivbild Anian Heierli)

Ein Rentner wurde gebüsst, weil er sein Ticket nicht abstempelte. (Archivbild Anian Heierli)

Die Auto AG Uri setzt auf ein hartes Bussenregime. So erhielt kürzlich ein älterer Mann, der sein Billett am Automaten im Bus zu spät entwertet hatte, eine Busse. Dabei wollte sich der vermeintliche Schwarzfahrer nur kurz hinsetzten, um beim Anfahren sein Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Das harte Vorgehen der Auto AG erntete öffentliche Kritik (Siehe unsere Zeitung vom 5. April). Bemängelt wurde vor allem, dass die Auto AG die Ticketkontrolle ausgelagert hat. «Mit dem Auslagern sparen wir keine Kosten», sagt Michael Roost, Geschäftsführer der Auto AG. Mit diesem Vorgehen wolle man vielmehr die Sicherheit der Buschauffeure erhöhen und die Billettkontrollen professionalisieren. Roost selber möchte den Fall mit dem älteren Herrn nicht beurteilen. Es hätten im Nachhinein aber interne Gespräche stattgefunden.