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URI: «Avanti» soll auch in Uri Polizeiarbeit erleichtern

Seit 1980 arbeitet die Kantonspolizei Uri mit Checklisten und Ablaufplänen in Papierform. Das soll sich nun ändern – mit dem Einsatzleitsystem Avanti. Dafür ist ein Kredit in der Höhe von 630000 Franken nötig.
Ein Leitsystem soll die Polizisten in der Einsatzzentrale Flüelen unterstützen. (Bild: Urs Hanhart (19. Juni 2012))

Ein Leitsystem soll die Polizisten in der Einsatzzentrale Flüelen unterstützen. (Bild: Urs Hanhart (19. Juni 2012))

Die Kantonspolizei Uri hat eine ganze Reihe an Aufgaben zu bewältigen. Sie sorgt nicht nur auf dem ganzen Kantonsgebiet für öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Sie betreut daneben auch die Überwachung, die Verkehrsleitung und die Alarmierung auf dem Nationalstrassenabschnitt und bewältigt Einsätze zwischen dem Seelisberg- und dem Gotthard-Strassentunnel. Auch beim Interventionskonzept Gotthard-Basistunnel ist die Kantonspolizei Uri als kantonale Alarmstelle und Betreiberin der polizeilichen Einsatzzentrale ­direkt eingebunden.

So vielfältig das Einsatzgebiet ist, so begrenzt sind die technischen Möglichkeiten der Kantonspolizei Uri, wie aus einem Bericht und Antrag des Urner ­Regierungsrats hervorgeht: Trotz des grossen technologischen Fortschritts setzt die Kapo Uri für die Einsatzleitung seit 1980 hauptsächlich Checklisten und Ablaufpläne in Papierform ein.

630000 Franken für mehr Sicherheit

Hier hinkt Uri im schweizweiten Vergleich deutlich hinterher: Bis auf die Appenzell-Innerrhoden und Glarus verfügen alle übrigen Schweizer Kantone über ein Einsatzleitsystem (ELS), das die Mitarbeitenden von Leitstellen unterstützt. Nun soll auch der Kanton Uri nachrüsten – mit der Beschaffung des ELS Avanti für 880000 Franken. Abzüglich des Beitrags aus dem Feuerlöschfonds von 250000 Franken, der bereits rechtskräftig zugesichert ist, beantragt der Regierungsrat dem Landrat, einen Verpflichtungskredit von 630000 Franken zu genehmigen.

Das ELS soll nicht nur die Kantonspolizei Uri auf den neusten Stand bringen. Der Regierungsrat verspricht sich von dieser Beschaffung einiges, wie er im Bericht und Antrag schreibt. Das computerunterstützte Leitsystem zeige dem Bediener etwa die verfügbaren materiellen und personellen Mittel an, gebe Empfehlungen für ein Einsatzgeschehen und Anfahrtsrouten und biete eine Übersicht über die laufenden und noch zu planenden Einsätze. Das erleichtere das Aufbieten von Einsatzkräften und Auslösen von Massnahmen ohne Zeitverzug und sorge für eine einheitliche Einsatzabwicklung. Dadurch werde das Risiko von Fehlleistungen auf der Zentrale verringert, weil das System auf Einsatzstichwörter Massnahmen, Check- und Dienstlisten vorgibt. Ein ELS, so die Überzeugung des Regierungsrats, «schafft für den Kanton Uri einen Mehrwert in Sachen Sicherheit».

Zusammenarbeit mit Zentralschweiz im Fokus

Der Regierungsrat schlägt auch schon ein konkretes ELS-Produkt vor: Es heisst Avanti und stammt von Swisscom. Gesamtschweizerisch steht Avanti bei acht kantonalen Polizeikorps im Einsatz und ist somit das meistverbreitete ELS-System in der Schweiz.

Avanti eröffnet der Kantonspolizei Uri ausserdem weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Polizeikorps, wie der Regierungsrat weiter schreibt. Mit dem selben ELS wie Schwyz, Zug, Ob- und Nidwalden könnte Uri beim Projekt «Gelz-Service» mitmachen, bei dem eine virtuelle gemeinsame Einsatzleitzentrale der Zentralschweizer Polizeikorps angestrebt wird. Damit könnten sich die Korps zu Spitzenzeiten und bei Ausfällen gegenseitig unterstützen.

Das letzte Wort hat jedoch der Landrat. Dieser entscheidet am 13. Dezember über den Verpflichtungskredit für die Beschaffung des ELS Avanti durch das Amt für Kantonspolizei. Bei einem Ja würde das ELS im vierten Quartal 2018 in Betrieb genommen.

Carmen Epp

carmen.epp

@urnerzeitung.ch

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