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URI: Bahn rüstet sich für die Zukunft

Weil leistungsfähigere Zufahrten entstehen, reicht gemäss SBB das Angebot im Regionalverkehr auch für die kommenden Jahre. Offen ist, ob und wann ein neuer Axentunnel gebaut wird.
Markus Zwyssig
Der Ölberg-Tunnel am Axen bei Sisikon wird zurzeit auf den 4-Meter-Korridor ausgebaut. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (5. September 2017))

Der Ölberg-Tunnel am Axen bei Sisikon wird zurzeit auf den 4-Meter-Korridor ausgebaut. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (5. September 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Kapazitäten auf der Neat-Zufahrtsstrecke zwischen Arth-Goldau und Erstfeld werden für die kommenden Jahre ausreichen. Das haben von den SBB erarbeitete Prognosen für den Zeithorizont 2030/35 ergeben. Die Leistungen im Regionalverkehr und insbesondere bei der S-Bahn sind nicht gefährdet. Das hält die Urner Regierung auf eine entsprechende Interpellation von Landrätin Sylvia Läubli (SP, Erstfeld) fest.

Ob und in welchem Ausbauschritt ein neuer Axentunnel realisiert wird, kann heute noch nicht beantwortet werden. Eine erneute Prüfung ist frühestens für den nächsten Ausbauschritt 2040 vorgesehen. Das für Uri bedeutende Schlüsselprojekt berücksichtigt die vom Kanton und von der Gemeinde Flüelen geforderte Umfahrung. Geplant ist nach wie vor eine doppelspurige Umfahrung Flüelen mit Aufhebung der Stammlinie und neuer Haltestelle Flüelen. Dies entspricht auch dem Anliegen der Gemeinde Flüelen.

Zufahrten zur Neat werden leistungsfähiger

Die Bahnlinie am Axen wird zurzeit total saniert. Die Lebensdauer des Berg- wie auch des Seegleises werde durch die Erneuerung um weitere 50 Jahre verlängert, relativiert die Regierung die von Läubli befürchtete beschränkte Lebensdauer. Das seeseitige Gleis wird bis Dezember 2019 saniert, wodurch eine Verlängerung der Nutzungsdauer bis zirka 2070 ermöglicht wird. Das bergseitige Gleis wurde 2004/05 saniert und hat eine Nutzungsdauer bis zirka 2060.

Ein wichtiger Punkt ist, dass bezüglich Bahninfrastruktur die Kapazitäten weiter erhöht werden. Erreicht werden soll dies durch den Ausbau der Anzahl Trassen, Beschleunigungsmassnahmen, dichtere Zugfolgen sowie den Vollausbau zu einem 4-Meter-Korridor. Für den Personen- wie auch Güterverkehr entstehen leistungsfähigere Zufahrten zum neuen Gotthard- und Ceneri-Basistunnel.

Die Federführung für die Erarbeitung des Ausbauschritts 2030/35 des strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (Step) liegt beim Bundesamt für Verkehr (BAV). Die Transportunternehmungen, sämtliche Kantone und die Güterverkehrsbranche sind in die Erarbeitung miteinbezogen. Der Kanton Uri nimmt auf verschiedenen Ebenen Einsitz in der Planungsregion Zentralschweiz. Am 12. Juni informierte das BAV über den Stand der Planung. Der Ausbauschritt beinhaltet den Abbau von Überlasten, Massnahmen zu Kapazitätssteigerungen im Schweizerischen Eisenbahnnetz und die Behebung zentraler Engpässe im Bahnnetz.

Die im Auftrag des BAV von den SBB erarbeiteten Plangrundlagen gehen bis 2030 nicht von Kapazitätsengpässen auf der Strecke Arth-Goldau bis Erstfeld aus. Für die Zentralschweiz sind jedoch Verkehrsüberlasten in Zug und Luzern ausgewiesen, die dringender Massnahmen bedürfen. Diesbezüglich haben die Zentralschweizer Regierungen, namentlich die Planungsregion Zentralschweiz sowie die Zentralschweizer Konferenz für den öffentlichen Verkehr (ZKöV), eine Aussprache mit Bundesrätin Doris Leuthard verlangt. Das Gespräch fand am 18. Mai in Luzern statt. Auch wurden die Kantone über die Pläne der SBB zum Ausbauschritt 2030/35 informiert.

Im Sachplan Verkehr Schiene sind sowohl die Variante Uri Berg lang als auch der Axentunnel aufgeführt. Der Sachplan stützt sich auf verkehrspolitische Entscheide des Parlaments und des Bundesrats. Er bildet zudem die Grundlage für die verkehrsplanerischen Entscheide des Bunds.

Der Axen ist eines von drei Grossprojekten, das vom Urner Regierungsrat mit Unterstützung der Zentralschweizer Konferenz für den öffentlichen Verkehr beim Bundesamt für Verkehr eingereicht wurde. Aufgrund der notwendigen Priorisierung haben sich die Zentralschweizer Kantone darauf geeinigt, dass der Zimmerberg-Basistunnel II dringend zu realisieren und ein Durchgangsbahnhof Luzern etappiert umzusetzen beziehungsweise im Ausbauschritt 2030/35 zu planen ist.

Die Regierung ist überzeugt, dass der Kanton Uri bei jedem der eingereichten Schlüsselprojekte der Zentralschweiz profitiert. Daher ist es für sie wichtig, dass die Zentralschweiz gegenüber dem Bund geschlossen auftritt.

Hinweis

Die Interpellation von Sylvia Läubli (SP, Erstfeld) wird in einer der nächsten Landratssessionen behandelt.

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