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URI: Bahnunfälle in Andermatt: Bremsen zweier Rangierloks funktionierten ungenügend

2016 sind in Andermatt zwei abgestellte Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn führerlos ins Rollen geraten. Grund für die Zwischenfälle war, dass die Feststellbremsen der Rangierloks zu wenig Bremswirkung hatten.
Die komplett zerstörte Rangierlok. (Bild: Kapo Uri)

Die komplett zerstörte Rangierlok. (Bild: Kapo Uri)

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat am Freitag ihr beiden Schlussberichte zu den Vorfällen vom 1. September und dem 28. November 2016 veröffentlicht.

Beim ersten Vorfall war die führerlose Rangierlok mit vier leeren Reisewagen aus Andermatt weggerollt und in der Schöllenen nahe der Teufelsbrücke entgleist. Die Bahnstrecke Andermatt-Göschenen war tagelang unterbrochen. Beim zweiten Vorfall war der Sachschaden nur gering, denn der Rangierzug prallte schon nach 150 Meter gegen einen abgestellten Schotterwagen.

Bei den beiden Unfällen waren die Rangierloks Tm 4972 und TM 4971 im Einsatz. Die Fahrzeuge waren 1961 für eine deutsche Werksbahn gebaut worden. Die Furka-Oberalp-Bahn, eine Vorläuferin der Matterhorn-Gotthard-Bahn, übernahm sie 1976 für den Endausbau des Furkabasistunnels.

Die Berichte zeigen, dass in beiden Fällen die Festhaltebremsen, die die abgestellte Lok blockieren sollten, nicht genügend Bremswirkung hatten. Die Bauart des Bremsgestänges könne nicht die nötige Reibungskraft sicherstellen, schreibt die Sust.

Da die Feststellbremsen nur im Stillstand verwendet werden, reiben ihre Bremsklötze nie an das drehende Rad und werden nicht an die durch den Verschleiss veränderten Profile der Räder angepasst. Die Bremsklötze lagen in der Folge nicht genügend am Rad an, um die abgestellten Fahrzeuge im Stillstand zu halten. Die Sust stellte fest, dass es keine Vorschriften dazu gibt, wie die Feststellbremse überprüft und neu eingestellt werden müssen.

Im weitere ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden, sprach die Sust zuhanden des Bundesamts für Verkehr zwei Sicherheitsempfehlungen aus. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hat Massnahmen ergriffen.

sda

Hinweis:

Schlussbericht vom Bahnunfall vom 28. November 2016
Schlussbericht vom Bahnunfall vom 1. September 2016

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