URI: Bauernhöfe sollen sich verzetteln dürfen

Bauernbetriebe sollen im Rahmen von Subventionen weiter auseinanderliegende Flächen anrechnen dürfen als bisher. So soll der Radius von bisher 5 auf 15 Kilometer vergrössert werden. Der Regierungsrat will das Strukturleitbild entsprechend anpassen.

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Bergbauernhof auf Oberbalm oberhalb des Schächentals am Klausenpass. (Bild: Keystone)

Bergbauernhof auf Oberbalm oberhalb des Schächentals am Klausenpass. (Bild: Keystone)

Der ortsübliche Bewirtschaftungsbereich legt fest, innerhalb welcher Fahrdistanz zum Betriebszentrum weiteres Eigen- oder Pachtland unter anderem für Investitionshilfen anrechenbar ist. Vom Kanton Uri werden Flächen mit mehr als 5 Kilometern Fahrdistanz zum Betriebszentrum nicht mehr berücksichtigt.

Der Regierungsrat will den Grenzwert künftig weniger restriktiv festlegen und die Urner Bauernbetriebe gegenüber jenen in Nachbarkantonen nicht länger benachteiligen. Er passt deshalb das Strukturleitbild an, wie er in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Motion von Landrat Hans Gisler (SVP) festhält.

Der Bund legt die Distanz für seine Programme und Vorgaben bei 15 Kilometern fest. In Uris Nachbarkantonen sind die Grenzen jeweils zwischen 6 und 15 Kilometern festgesetzt.

Mit einer Lockerung will die Urner Regierung die unternehmerische Freiheit der Bauern erhöhen. Schnellere und grössere Maschinen ermöglichten eine deutlich effizientere Flächenbewirtschaftung auf grösseren Distanzen als früher, schreibt sie in der Antwort.

Obschon die Regierung die vom SVP-Landrat geforderte Praxisänderung befürwortet, lehnt sie die Motion aus rechtlichen Gründen ab. Für eine Änderung des kantonalen Strukturleitbildes sei nicht der Landrat zuständig. Sie liege in der Kompetenz des Regierungsrats. (sda)