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URI: Betreuungsgutscheine: Modell weitergeführt

Vor vier Jahren haben die Urner Gemeinden die Betreuungsgutscheine für die familienergänzende Kinderbetreuung lanciert. Aufgrund der positiven Erfahrungen haben die Gemeinden nun beschlossen, das Pilotprojekt in eine dauerhafte Praxis überzuführen.
Die Betreuungsgutscheine sollen mithelfen, dass sich Familie und Beruf besser vereinen lassen. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Die Betreuungsgutscheine sollen mithelfen, dass sich Familie und Beruf besser vereinen lassen. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Die familienergänzende Kinderbetreuung geniesst bei den Urner Gemeinden einen hohen Stellenwert. Darum engagieren sie sich seit vielen Jahren dafür, dass im Kanton Uri genügend Krippenplätze zur Verfügung stehen, die auch für die Haushalte mit kleineren Einkommen erschwinglich sind. Bis Ende 2010 bestand das finanzielle Engagement der Gemeinden im Wesentlichen aus Subventionen für die Institution «kind und familie» (vormals Kinderheim Uri).

Auf Anfang 2011 wechselten die Urner Gemeinden das Finanzierungsmodell: Im Rahmen eines auf vier Jahre befristeten Pilotprojekts führten sie sogenannte Betreuungsgutscheine ein. Die bisherigen Objektsubventionen für kind und Familie fallen weg, im Gegenzug konnten Eltern für jedes Kinder im Vorschulalter und Schulalter eine direkte finanzielle Unterstützung in Form von Betreuungsgutscheinen beantragen. Seither können die Eltern frei wählen, wo sie ihr Kind betreuen lassen wollen. Für eine finanzielle Unterstützung müssen sie lediglich eine von den Gemeinden anerkannte Kindertagesstätte oder Tageselternvermittlung auswählen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung ist abhängig vom Einkommen und Erwerbspensum.

Direkt zur Zielgruppe

Federführend bei der Einführung des neuen Modells war der Urner Gemeindeverband. Wie geplant startete er vor einem Jahr eine Umfrage zur Weiterführung des Modells. Die Auswertung der Umfrage zeigte, dass keine Gemeinde eine Änderung am praktizierten System wünschte.

Daraufhin bereitete der Verband alles vor, um das Pilotprojekt per 1. Januar 2015 nahtlos in eine dauerhafte Praxis überzuführen. «Die Betreuungsgutscheine haben den grossen Vorteil, dass sie direkt der betroffenen Zielgruppe zugute kommen», sagt Karl Huser, Präsident des Urner Gemeindeverbands. Die Eltern haben zudem die Wahlfreiheit bei den Betreuungsleistungen. Im Gegenzug erhalten Anbieter einen verstärkten Anreiz, auf die Bedürfnisse der Eltern einzugehen. Schliesslich lässt sich mit Gutscheinen verhindern, dass bloss jene Haushalte von Subventionen profitieren, die auch einen subventionierten Platz erhalten.

pd/pz

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