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URI: Braunbär befindet sich immer noch in Uri

Spuren im Schnee zeigen, dass der Bär nach wie vor in Uri lebt. Jetzt informiert die Jagdverwaltung die Bevölkerung an einer Veranstaltung in Bürglen. Sie will damit sensibilisieren und Transparenz schaffen.
Hier war der Bär unterwegs. (Bild: Amt für forst und Jagd/ Isi)

Hier war der Bär unterwegs. (Bild: Amt für forst und Jagd/ Isi)

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Aktuelle Bärenspuren im Schnee auf der Ostseite von Silenen unterhalb des Pfaffens belegen es: Der Braunbär hält sich nach seiner Winterruhe immer noch im Kanton Uri auf. Das schreibt Jagdverwalter Josef Walker in einer am Montag veröffentlichten Medienmitteilung.

Die Überraschung war gross: Mitte 2016 tauchte der Bär im Kanton Uri wieder auf. Dies, nachdem er 190 Jahre in Uri nicht mehr gesichtet worden war. So konnten ab Mitte Jahr bis Ende Oktober etwa 20 Spuren oder Beobachtungen im Ostteil des Kantons registriert werden.

Die von der Wildhut gesammelten Haare brachten den genetisch einwandfreien Nachweis, dass es sich tatsächlich um einen Braunbären handelte. «Der Bär war glücklicherweise sehr unauffällig und mied Siedlungen und Menschen», hält Walker weiter fest.

Da sich der Bär weiterhin in Uri aufhält, wird nun die Jagdverwaltung aktiv. Sie führt Anfang April eine Infoveranstaltung durch. Gemäss dem Konzept Bär Schweiz ist es Aufgabe der Kantone die Bevölkerung über den Aufenthalt des Bären und über mögliche Verhaltensmassnahmen zu informieren. Dies soll einerseits Transparenz schaffen und andererseits mögliche Konflikte zwischen Mensch und Bär vermeiden.

Sicherheit der Menschen soll immer Priorität haben

In der Schweiz wurde der Braunbär zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet. Zwei von den letzten Bären im Kanton Uri wurden 1826 im Etzlital erlegt. Der Erleger bekam eine Abschussprämie von 100 Gulden, was dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Taglöhners entsprach.

Seit 1999 ist im Trentino in Italien, wo die Bären nie ganz ausgerottet wurden, ein Projekt zur Wiederansiedlung des Bären im Gang. Das Gebiet befindet sich rund 50 Kilometer vom Schweizerischen Nationalpark entfernt.

Im Juli 2005 konnte der erste Braunbär seit über 150 Jahren im Unterengadin beobachtet werden und seither taucht er fast jährlich in Graubünden auf.

Der Bär ist gemäss nationaler Gesetzgebung geschützt und mit der Ratifizierung der Berner Konvention unterstützt die Schweiz die internationalen Schutzbemühungen. Um den Umgang mit dem Bären in der Schweiz zu definieren, hat das Bundesamt für Umwelt ein Konzept erarbeitet. Dieses geht grundsätzlich davon aus, dass ein Zusammenleben von Menschen und Bären unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Schweiz möglich ist. Die Sicherheit der Menschen soll aber immer Priorität haben. Das heisst, dass Problembären, die wenig Menschenscheu aufweisen, vertrieben werden müssen. Und wenn sich bei einem solchen Bären trotz dieser Massnahmen keine Menschenscheu entwickelt, sollen diese erlegt werden. So wurden 2008 und 2013 in Graubünden zwei Bären erlegt.

«Der Kanton Uri scheint noch weit von einer dauernden Besiedlung von Bären entfernt», so Walker. Trotzdem zeigt die Jagdverwaltung nun auf, welche Verhaltensregeln in einem Bärengebiet getroffen werden müssen. Diese umfassen die Bereiche Freizeitaktivitäten, Jagd und Camping. Entscheidend ist der Umgang mit Abfall. Schliesslich muss auch die Bevölkerung entsprechend informiert werden.

Hinweis

Der Vortrag über den Bären 2016 im Kanton Uri findet am Donnerstag, 6. April, 19.30 Uhr in der Aula in Bürglen statt.

Die Spur des Urner Bär, fotografiert von Wildhüter Fredy Arnold. (Bild Fredy Arnold)

Die Spur des Urner Bär, fotografiert von Wildhüter Fredy Arnold. (Bild Fredy Arnold)

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