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URI: Breite Zustimmung zur Stossrichtung für Privatschulen und Homeschooling

Der Erziehungsrat führte im vergangenen Herbst eine Vernehmlassung zur Bewilligungspraxis von Privatschulen und Homeschooling in Uri durch. Die Auswertung der Stellungnahmen zeigt jetzt, dass die Vorschläge des Erziehungsrats auf "breite Zustimmung" stossen.
In anderen Kantonen – hier in Zürich – ist Homeschooling längst gang und gäbe. (Bild: Keystone/Gaetan Bally (Zürich, 12. Mai 2009))

In anderen Kantonen – hier in Zürich – ist Homeschooling längst gang und gäbe. (Bild: Keystone/Gaetan Bally (Zürich, 12. Mai 2009))

In den vergangenen Jahren haben in Uri die Anfragen im Bereich Privatschulen und Homeschooling zugenommen. In den gesetzlichen Grundlagen wird dieser Bereich mehrmals erwähnt, es sind jedoch keine genauen Abläufe für eine Bewilligung definiert. Aus diesem Grund hatte der Erziehungsrat eine Projektgruppe beauftragt, die offenen Fragen zu behandeln und einen entsprechenden Bericht zu erarbeiten. Die Vernehmlassung zum betreffenden Bericht dauerte von August bis Ende Oktober 2017.

Die Auswertung der Stellungnahmen zeige nun, dass eine "deutliche Mehrheit" der Vernehmlassungsteilnehmenden der Meinung ist, dass die vom Erziehungsrat aufgezeigte Stossrichtung zu Privatschulen und Homeschooling stimmt. Demnach soll beim Homeschooling die bisher restriktive Bewilligungspraxis - basierend auf Artikel 27 des Schulgesetzes und Artikel 17 der Schulverordnung - weitergeführt werden; eine Bewilligung soll nur in Einzelfällen erteilt werden und nur, wenn das Kindeswohl im Zentrum steht. Bei den Privatschulen soll die Gründung von Institutionen strukturell begünstigt werden. Die Qualität einer Privatschule müsse aber im Rahmen eines klar definierten Bewilligungsverfahrens solid geprüft werden. Damit die Chancengerechtigkeit gewahrt bleibt und damit keine Segregation gefördert wird, dürften die Anforderungen an eine Privatschule nicht zu tief angesetzt werden. Das vom Erziehungsrat empfohlene Finanzierungsmodell, wonach Privatschulen keine finanzielle Unterstützung durch den Kanton erhalten, wohl aber dieselben Schuldienste wie die öffentlichen Schule kostenlos nutzen dürfen, werde von den Vernehmlassungsteilnehmern "klar begrüsst".

Umsetzung ohne Gesetzesrevision möglich

Um die vom Erziehungsrat vorgeschlagenen und von der Vernehmlassung gestützten Stossrichtungen zu Privatschulen und Homeschooling konkret umsetzen zu können, sei keine Anpassung von Schulgesetz und Schulverordnung erforderlich. Gleichwohl habe die Vernehmlassung gezeigt, dass es einige Änderungswünsche gibt, die als Pendenz in eine spätere, grundlegendere Revision des Schulgesetzes und der Schulverordnung einfliessen können.

Aufgrund der Vernehmlassung hat der Erziehungsrat das Amt für Volksschulen nun beauftragt, den Leitfaden «Anerkennung von Privatschulen im Volksschulbereich» zu bereinigen und diesen dem Erziehungsrat im Frühling 2018 zum Beschluss vorzulegen.

Das teilt die Bildungsdirektion Uri mit.

pd/gub

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