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URI: Brisante Aussagen im Fall Walker

Gibt es eine Wende im Fall Ignaz Walker? Neue Recherchen könnten den Urner Barbetreiber nun entlasten.
Ignaz Walker (Bild) wird durch die Aussagen von Sasa Sindelic entlastet. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Ignaz Walker (Bild) wird durch die Aussagen von Sasa Sindelic entlastet. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Im Oktober 2012 ist Sasa Sindelic vom Landgericht Uri wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er soll im November 2010 im Auftrag von Ignaz Walker versucht haben, Nataliya K., die damalige Ehefrau von Walker, zu erschiessen. Sindelic hat die Tat zwar nie gestanden, das Urteil des Landgerichts aber akzeptiert. Seine Strafe verbüsst er in der Haftanstalt Thorberg.

«Tat gemeinsam geplant»

In der gestrigen «Rundschau» schilderte Sindelic nun, wie sich die Sache abgespielt haben soll. «Ignaz Walker hat damit nichts zu tun», so Sindelic. Er selber sei zusammen mit Nataliya K. und deren Freund an der Tat beteiligt gewesen. «Wir haben dies gemeinsam geplant, um Walker hinter Gitter zu bringen. Dies war alles inszeniert.» Als Tatwaffe habe er eine ausgebohrte Pistole zur Verfügung gestellt und eine weitere Person motiviert, sich am Komplott zu beteiligen. «Der hätte einfach ein paar Schüsse abgeben sollen. Auf die Handtasche, rundherum und fertig», so Sindelic in der «Rundschau». Doch es sei anders gekommen: «Der Lauf ist schräg gewesen.» So habe der Schütze statt der Handtasche den Rücken von Nataliya K. getroffen. Im Interview nennt Sindelic den Namen des mutmasslichen Schützen. Dieser wurde in der «Rundschau» aus rechtlichen Gründen anonymisiert.

60 000 Franken aus Erbverkauf

«Der Deal ist gewesen, dass sie und ihr Freund nach dem Verkauf des Erbes 60 000 Franken geben würden», erläuterte Sindelic den Hintergrund der Tat. Weiter habe er dem Schützen versprochen, ihn zu decken, falls etwas schiefgehe. Gemäss «Rundschau» könnte dies erklären, weshalb Sindelic nie ein Geständnis abgelegt habe und das Urteil akzeptiert hat. Der Freiburger Strafrechtsprofessor sieht nun Handlungsbedarf im Kanton Uri. Fakt ist: Auf Anordnung der Urner Regierung ermittelt inzwischen ein Luzerner Staatsanwalt. Es soll um falsche Anschuldigung und Irreführung der Justiz gehen. Im Visier stünden Nataliya K. und Personen aus deren Umfeld (siehe Neue UZ von gestern).

Anwältin verlangt Rückzug

Die Urner Anwältin von Sasa Sindelic hatte der «Rundschau» gestern mitgeteilt, dass ihr Klient die Interviewbewilligung zurückziehe. Er habe kein Interesse an weiteren Strafuntersuchungen. Die «Rundschau» begründete die trotzdem erfolgte Ausstrahlung gestern damit, dass sich Sasa Sindelic in den vergangenen Monaten mehrfach schriftlich und mündlich darum bemüht habe, mit der «Rundschau» über seine neue Tatversion zu sprechen.

Bruno Arnold

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