URI: Chärstelenbach kann für Energie genutzt werden

Gegen das Konzessionsgesuch der KW Bristen AG zur Nutzung der Wasserkraft am Chärstelenbach reichten Umweltverbände Einsprache ein. Die beteiligten Parteien haben sich nun auf einen Vergleich geeinigt, so dass einer Konzessionserteilung wohl nichts mehr im Weg steht .

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Der Chärstelenbach im Maderanertal (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Der Chärstelenbach im Maderanertal (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Gegen das Konzessionsgesuch der KW Bristen AG  Kanton Uri für die Nutzung des Chärstelenbachs zur Energieerzeugung hatten die Umweltverbände WWF Schweiz, WWF Uri, Pro Natura, Pro Natura Uri und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz Einsprache erhoben. Wie die Standeskanzlei des Kantons Uri am Donnerstag mitteilte, konnte diese im Rahmen eines von allen Parteien unterzeichneten Vergleichs erledigt werden.

Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet sich der Kanton Uri, die beiden kantonalen Verzicht- bzw. Ausschlussgewässer innerhalb des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) Maderanertal-Fellital, Chärstelenbach oberhalb Lägni und Fellibach (Oberlauf) für 80 Jahre unter Schutz zu stellen. Des weiteren ist der Bau des Kraftwerks inklusive Druckleitung ökologisch durch Fachpersonen zu begleiten und der Gewässerraum muss extensiv bewirtschaftet werden.

Die Bauherrschaft verpflichtete sich zudem, den möglichst verletzungsfreien Abstieg von Fischen entlang des Kraftwerks sicherzustellen. Als Ersatzmassnahme im Landschaftsbereich verpflichtet sich die KW Bristen AG, die Allmeinigärten Lägni wieder instand zu stellen und zu bewirtschaften.Im Bereiche der Gewässerökologie leisten die KW Bristen AG und der Kanton Uri einen einmaligen Beitrag an die Renaturierung des Vorderschächens.

Der Regierungsrat beabsichtigt, dem Landrat die Konzessionsvergabe für die Session vom 26. März 2014 zu unterbreiten.

pd/zim