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URI: Der Eritreer Berhe Zeremariam gewinnt den Haldi-Berglauf

Den Tagessieg holte sich der Volkslaufspezialist Berhe Zeremariam. Bei den Damen wiederholte Berglaufspezialistin Lucia Mayer ihren Triumph des Vorjahrs.
Berhe Zeremariam aus Eritrea brauchte für die Strecke gerade mal etwas länger als eine Stunde. (Bild: PD)

Berhe Zeremariam aus Eritrea brauchte für die Strecke gerade mal etwas länger als eine Stunde. (Bild: PD)

red. Die Bedingungen standen sehr gut am vergangenen Sonntag. Ausserdem hatte das Organisationskomitee einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet. So zog denn der 35. Haldi-Berglauf viele Athleten an.

Punkt 9.30 Uhr erfolgte der Startschuss. Ein Feld von 156 Läuferinnen und Läufern nahm den 9,5 Kilometer langen Aufstieg vom Schulhaus Gräwimatt zur Alp Butzenboden auf sich. Die zu bezwingende Höhendifferenz betrug nicht weniger als 1419 Höhenmeter. Der Urner Wettkampf zählt zur Zentralschweizerischen Berglauf Meisterschaft.

Einige Absagen musste das OK allerdings auch akzeptieren, darunter jene der Gebrüder Lustenberger, die an einem Qualifikationsrennen für die Berglauf-Europameisterschaft teilnahmen. Andere Favoriten kamen wegen Krankheit oder einer Teilnahme am Gigathlon nicht aufs Haldi.

Hodler zu Beginn stark

Einen Blitzstart legte Simon Hodler hin, der auf dem Haldi aufgewachsen ist und nun in Schweden wohnt. Er musste die Führung jedoch bald an den aus Eritrea stammenden Berhe Zeremariam abgeben. Dieser lief sein Rennen konstant durch und querte in einer Zeit von 1:02:54 als erster das Zielband. Der 34-jährige Berhe Zeremariam ist in der Berglaufszene bisher wenig bekannt, er hat sich aber in der Volkslaufszene mit diversen Siegen einen Namen gemacht. Er gewann unter anderem den prestigeträchtigen Lausanner Marathon und vor einer Woche den Baldeggerseelauf.

Positionswechsel gab es hingegen auf den weiteren Rängen. Insbesondere auf der zweiten Streckenhälfte mit dem happigen Schlussanstieg mussten einige Teilnehmer für den schnellen Start Tribut zollen. Davon profitieren konnte dabei der Stuttgarter Ultramarathonläufer Philipp Zewe, der mit einem Rückstand von 30 Sekunden als Zweiter ins Ziel lief. Die drittschnellste Tageszeit erreichte Toni Jöhl aus Amden mit 1:03:40. Simon Hodler blieb die schnellste Urner Zeit und der eher undankbare vierte Gesamtrang. Er wurde aber damit Sieger der Kategorie Hauptklasse. Bruno Arnold aus Schattdorf erreichte den 11. Gesamtrang und wurde so Dritter in der Hauptklasse. Eine starke Leistung zeigte auch Paul Epp aus Göschenen. Mit der Zeit von 1:19:24 siegte er in der Kategorie Senioren 4.

Das Rennen der Damen war eine klare Angelegenheit für Lucia Mayer aus Ennetbürgen. Sie bestätigte mit der Zeit von 1:11:16 ihren Sieg aus dem Vorjahr. Die zweitschnellste Dame war Daniela Gassmann Bahr mit einem Rückstand von 1:49 Minuten. Irene Suter lief die drittschnellste Zeit mit 1:22:45. Schnellste Urnerin war die Flüelerin Ursula Muheim auf dem 6. Gesamtrang mit einer Zeit von 1:27:17. Bei den Juniorinnen gewann Flavia Barmettler aus Alpnach-Dorf, bei den Junioren war der Unterschächner Dominik Estermann der Schnellste.

Bereits zum zehnten Mal fand auch der Jugendberglauf statt. 26 junge Buben und Mädchen nahmen die 2,6 Kilometer vom Mehrzweckgebäude Haldi bis Oberfeld unter die Füsse. Zahlreiche Zuschauer entlang dem Streckenrand und im Zielbereich feuerten auch die künftigen Bergläufer an und verhalfen dem einen oder anderen zu einem zusätzlichen Energieschub. Der schnellste Knabe war Jonas Müller, Oberkirch, schnellster Urner Lukas Frei aus Attinghausen. Als erstes Mädchen erreichte Fabienne Müller, Oberkirch, das Ziel. Schnellste Urnerin auf der Jugendstrecke war Julia Gisler Schattdorf.

Keine Austragung verpasst

Der Haldi-Berglauf ist bei Jung und Alt beliebt. Ein Blick auf die Startliste zeigt, dass insbesondere in den Kategorien mit Jahrgang 1977 und älter der grösste Teil der Teilnehmer zu finden ist. So erstaunt es nicht, dass Urs Arnold eine besondere Ehrung vornehmen konnte. Franz Muheim, Flüelen, und Bruno Näpflin, Ennetbürgen, haben alle bisherigen 35 Haldi-Bergläufe absolviert und erhielten dafür ein Präsent. Geehrt wurde auch Armando Delchiappo der bereits zum 20. Mal teilnahm.

Ein grosser Gewinner des Tages war aber sicher der Organisator, der Skiclub Haldi. Die Verantwortlichen haben es in den vergangenen Jahren geschafft, mit dem Haldi-Berglauf eine Veranstaltung zu schaffen, die sich in der familiären Berglaufszene einer sehr grossen Beliebtheit erfreut. Zur Tradition gehört es, dass die Bergläufer nach der Rückkehr aus dem Zielbereich im Oberfeld kostenlos mit Kaffee und Kuchen verköstigt werden. Spätestens hier hatten alle wieder ein Lachen auf den Lippen. Das OK unter Urs Arnold erhielt viel Lob.

Durch drei Jahreszeiten

Für die international erfahrene Tagessiegerin Lucia Mayer gehört der Haldi-Berglauf zu den schönsten Rennen. Eine anspruchsvolle Strecke mit viel Abwechslung. Oder wie es OK Präsident Urs Arnold auch beschreibt: «Die Strecke geht durch drei Jahreszeiten. In Schattdorf ist Sommer, auf dem Haldi Frühling und zuoberst haben wir dank Schneefeldern noch Winterstimmung.» Viele fleissige Helfer waren in der vergangenen Woche mit Schaufel und Pickeln dafür besorgt, dass die Strecke für die Teilnehmer bestens präpariert und schneefrei war. Insgesamt standen neben den sechs OK-Mitgliedern rund 50 freiwillige Helfer im Einsatz für den Haldi-Berglauf.

Hinweis

Der nächste Haldi-Berglauf wird am Sonntag, 11. Juni 2017 stattfinden. Weitere Infos und Ranglisten unter www.haldi-uri.ch

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