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URI: Die Bedeutung des Kantonsspitals Uri ist hoch

Das Kantonsspital ist eine tragende Stütze der Urner Volkswirtschaft und ein unerlässliches Element der Standortattraktivität. Dies besagt eine neue Studie.
Urs Hanhart
Die jährliche Wertschöpfung des Kantonsspitals Uri beläuft sich auf rund 58,4 Millionen Franken. (Bild Urs Hanhart)

Die jährliche Wertschöpfung des Kantonsspitals Uri beläuft sich auf rund 58,4 Millionen Franken. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

«Das Kantonsspital Uri ist wegen des anstehenden Neubaus in aller Munde», sagte Spitalratspräsident Peter Vollenweider am Dienstag an einer Medienkonferenz in Altdorf. «Es wird allgemein anerkannt, dass dessen volkswirtschaftliche Bedeutung hoch ist. Aber niemand weiss genau, was das bedeutet. Deshalb wollten wir Licht hinter diese Fragen und die Zahlen bringen.» Konkret hatten die Verantwortlichen des Kantonsspitals Uri (KSU) beim Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern eine Studie zur Untersuchung der Wertschöpfung und regionalwirtschaftlichen Bedeutung des KSU für den Kanton Uri in Auftrag gegeben.

Jährlich rund 26 Millionen Franken

Studienleiter Professor Hannes Egli erläuterte am Dienstag die gewonnenen Erkenntnisse. Die Studie zeigt klar auf, dass das KSU eine tragende Stütze der Urner Volkswirtschaft ist. Dessen jährliche Wertschöpfung beläuft sich auf 58,4 Millionen Franken. Dadurch werden im Kanton Uri 540 Vollzeitstellen gesichert. In der Praxis bedeutet dies, dass das Einkommen von mehr als 800 Personen von der Wertschöpfung des KSU abhängt. «Unsere Untersuchungen zeigen, dass das KSU beim Urner Gewerbe jährlich einen Umsatz von 26 Millionen Franken generiert», erklärte Egli. Die Investitionen für den geplanten Ersatzbau belaufen sich auf rund 120 Millionen Franken. «Das führt aufgrund der geplanten Arbeitsvergaben einmalig zu einem Umsatz von 67 Millionen Franken im Kanton Uri», so Egli. «Und daraus resultiert eine einmalige Bruttowertschöpfung von 32 Millionen Franken, verbunden mit einer Beschäftigungswirkung von 224 Vollzeitstellen beziehungsweise einer Bruttolohnsumme von 17 Millionen Franken.»

Für die Betrachtung der regionalwirtschaftlichen Bedeutung des KSU wurden sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite der Spitalleistungen untersucht. 2015 verzeichnete das KSU im stationären Bereich knapp 4000 Austritte, im ambulanten Bereich rund 20 500 Eintritte und in der Langzeitpflegeabteilung rund 11 000 Pflegetage. «Für den Nutzen, der für die Patienten über dem eigentlichen Preis anfällt, ist davon auszugehen, dass dieser relativ gross ist», meinte Egli. «Insbesondere auch deswegen, da dem Gut Gesundheit meist ein sehr hoher Wert zugeschrieben wird. Im Weiteren lässt sich feststellen, dass das KSU seine Gesundheitsdienstleistungen grossmehrheitlich für die eigene Kantonsbevölkerung erbringt, was darauf hindeutet, dass der generierte Nutzen grösstenteils innerhalb des Kantons anfällt.» Das KSU sei vor allen Dingen auch für die medizinische Versorgung peripherer Gebiete des Kantons zentral. Auf der Angebotsseite zeichne sich das KSU besonders als Arbeitgeber sowie Anbieter von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten aus, da es ein breites Berufsspektrum abdecke.

Für die Studie wurde auch die Rolle des KSU bezüglich Standortattraktivität unter die Lupe genommen. «Alleine das Wissen, dass man im Bedarfsfall auf qualitativ gute medizinische und pflegerische Leistungen zurückgreifen kann, macht den Kanton Uri als Wohn- und Standortkanton attraktiver», hielt Egli fest. Aufgrund der Breite der Berufsspektren am KSU sei auch davon auszugehen, dass diese aus Arbeitnehmersicht wahrscheinlich ein zentraler Faktor sei, welcher einen Niederlassungsentscheid am Standort Altdorf begünstigen könne.

Keine Aussagen für Verzichtsfall

Die Planung des neuen Kantonsspitals ist in vollem Gange. Bis im Herbst 2016 soll ein Vorprojekt vorliegen, das in den nächsten Monaten die politischen Diskussionen im Kanton Uri prägen dürfte. Die Frage, ob ein Um- und Neubau langfristig mehr Wertschöpfung bringe, konnte Egli nicht beantworten. Das sei nicht Teil der Studie gewesen. Generell sagte Egli dazu: «Wenn das Spital grösser wird und über mehr Betten verfügt, die ausgelastet werden können, steigen tendenziell der Umsatz und auch die Wertschöpfung.» Auch zur Frage, was bei einem Verzicht auf den Ersatzneubau passieren würde, konnte Egli keine Aussagen machen. Dieses Szenario war ebenfalls nicht Bestandteil der Studie.

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