URI: Die Regierung treibt E-Government voran

Der Kanton will seine elektronischen Dienstleistungen ausbauen. Vom E-Government profitieren sollen vorab die Bürger und die Wirtschaft.

Sven Aregger
Drucken
Teilen

Schweizweit ist Uri einer der Kantone, die das E-Government erst zaghaft vorangetrieben haben. Das soll sich nun ändern. Die Regierung will die elektronischen Dienstleistungen des Kantons stetig ausbauen. So etwa könnte es künftig möglich sein, die Steuerrechnung bequem am Computer auszufüllen. Lästige Papierberge und zeitintensive Korrespondenz würden der Vergangenheit angehören.

«Unsere Hauptkunden sind die Urner Bürger und die Wirtschaft», sagte Landammann Josef Dittli gestern am Mediencafé in Altdorf. «Wir wollen die Benutzerfreundlichkeit und die Effizienz erhöhen und allenfalls Kosten senken.» Mit den elektronischen Angeboten könnten administrative Lasten abgebaut werden. «Es wird sich dann die Frage stellen, ob wir dadurch auch Stellenprozente einsparen können», so Dittli.

Schweizer Strategie als Basis

Der Kanton Uri stützt sich dabei auf die E-Government-Strategie Schweiz, die der Bundesrat verabschiedet hat. Auf der Basis dieser Strategie will Uri seine Ziele nach eigenen finanziellen und personellen Möglichkeiten umsetzen.

Die Bevölkerung soll die wichtigen, häufigen oder mit grossem Aufwand verbundenen Geschäfte mit den Behörden am Computer abwickeln können. Der Wirtschaft wird es ermöglicht, den Verkehr mit den Behörden elektronisch zu tätigen. Dies gilt auch für die Behörden untereinander. Für einen praxistauglichen Zugang soll der bereits existierende Online-Schalter auf der Kantonswebsite www.ur.ch zu einem einheitlichen E-Government-Portal ausgebaut werden.

Diverse Projekte

Gegenwärtig bearbeitet der Kanton unter anderem folgende Dienstleistungen im Bereich E-Government:

  • Elektronische Sitzungsvorbereitung für Regierungsrat und Landrat.
  • Elektronische Eingabe und Bearbeitung von Baugesuchen (Kanton, Gemeinden und allenfalls Private).
  • Ausbau der Dienstleistungen via Bürgerkonto auf www.ur.ch. Dazu gehört unter anderem die Einführung von Online-Zahlungsmöglichkeiten und eines kantonalen Veranstaltungskalenders.
  • Elektronisch durchgängige Steuerlösung für die Bürger, Gemeinden und den Kanton – wie eingangs erwähnt (Projekt URTax).

Die Standeskanzlei wird die Vorhaben eng mit dem Amt für Informatik und den zuständigen Direktionen koordinieren. Ab Mai sollen auch Gespräche mit den Gemeinden und dem Verband Wirtschaft Uri geführt werden.