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Uri ehrt Rekruten und Offiziere

Bei der Rekrutierung 2018 erzielten die besten Urner Stellungspflichtigen hervorragende Resultate. Der Skirennfahrer Yannick Bissig stellte beim Fitnesstest gar einen neuen Urner Rekord auf.
Urs Hanhart
Der Urner Kreiskommandant Urs Mock mit dem Zweit- respektive Drittbesten der Rekrutierung 2018, Janis Senn (links) und Tobias Zurfluh, die dafür einen Zinnbecher erhielten. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 18. Januar 2019))

Der Urner Kreiskommandant Urs Mock mit dem Zweit- respektive Drittbesten der Rekrutierung 2018, Janis Senn (links) und Tobias Zurfluh, die dafür einen Zinnbecher erhielten. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 18. Januar 2019))

Die Sicherheitsdirektion Uri veranstaltete am Freitag im Schloss A Pro in Seedorf eine kleine Feier. Neben den drei besten Stellungspflichtigen waren dazu auch die 2018 zum Offizier beförderten Urner geladen. In den Rang eines Leutnants stiegen Silvio Halter, André Infanger und Dario Migliozzi sowie als einzige Urner Frau auch Vivien Hofer auf.

Im Zentrum aber standen jene drei Urner, die bei der letztjährigen Rekrutierung in Aarau die besten Resultate erzielt hatten. «Diesmal sind im fünf Disziplinen umfassenden Fitnesstest einige absolute Topergebnisse erzielt worden, was sehr erfreulich ist», sagte Kreiskommandant Urs Mock. Die Stellungspflichtigen absolvierten das Medizinballstossen (Schnellkraft der Arme), den Standweitsprung (Schnellkraft der Beine) und den Einbeinstand (Koordinationsfähigkeit) sowie einen globalen Rumpfkrafttest und einen progressiven Ausdauertest.

Nur gerade 10 Punkte unter dem Maximum

Überragender Athlet aus Urner Sicht war der Skirennfahrer Yannick Bissig, der 115 Punkte totalisierte und damit gleichzeitig einen neuen Kantonalrekord aufstellte. Mit dieser Topleistung blieb er nur 10 Zähler unter dem Maximum. Den aktuellen Schweizer Rekord von 122 Punkten verpasste er um 7 Zähler. Allerdings konnte Bissig, der für den SC Gotthard Andermatt Wettkämpfe bestreitet, nicht an der Feier teilnehmen, weil er in Österreich weilte, um dort einige FIS-Rennen zu absolvieren. «Die Auszeichnung in Form eines Zinnbechers werden wir ihm im Verlaufe der nächsten Wochen bei einer anderen Gelegenheit überreichen», versicherte Mock.

Trotz Spitzenresultat kein Militärdienst

Trotz seines Spitzenergebnisses wird Bissig nicht ins Militär einrücken. Er wurde nämlich für militärdienst- und schutzdienstuntauglich erklärt, was gemäss Mock bei Leistungssportlern gar nicht so selten vorkomme. Den 2. Platz mit 104 Punkten belegte Janis Senn aus Schattdorf. Er war bis Ende 2018 aktiver Karatekämpfer, legt aber in diesem Jahr eine Wettkampfpause ein. Im Sommer rückt er in die Infanterie-RS in St. Gallen ein. Drittbester Urner mit 101 Punkten war Tobias Zurfluh aus Attinghausen, seines Zeichens ein begeisterter Freestyle-Skifahrer. Er bestreitet keine Wettkämpfe mehr und konzentriert sich vor allem darauf, spektakuläre Filme zu drehen. Zurfluh ist als Motorfahrer eingeteilt worden und rückt Anfang 2020 in die RS in Romont ein.

2018 wurden insgesamt 139 Urner Stellungspflichtige ausgehoben. Das waren rund 60 weniger als noch in den drei Vorjahren. 49 Stellungspflichtige oder 35,3 Prozent erzielten beim Fitnesstest 80 Punkte und mehr, wofür sie mit dem Sportabzeichen belohnt wurden. In den Vorjahren lag dieser Anteil jeweils noch deutlich unter 30 Prozent. Schweizweit erbrachten im letzten Jahr 29,8 Prozent eine Leistung, die für das Sportabzeichen reichte. Die Urner hielten sich also im landesweiten Vergleich sehr gut.

2017: Urner mit relativ hoher Tauglichkeitsrate

Die Rekrutierung 2018 ist statistisch noch nicht vollständig ausgewertet worden. Die entsprechenden Zahlen können erst im Frühjahr 2019 präsentiert werden. Interessant ist aber ein Blick auf die Resultate des Jahres 2017. Damals waren von den 209 Urner Stellungspflichtigen 77 Prozent militärdiensttauglich und weitere 15,3 Prozent schutzdiensttauglich. Als dienstuntauglich wurden nur gerade 7,7 Prozent der angetretenen Jugendlichen eingestuft, landesweit waren es 17,7 Prozent. Damit lag die Tauglichkeitsrate in Uri deutlich höher als im nationalen Schnitt.

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