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URI: Eine solche Lok rollte mit 4 Wagen führerlos die Schöllenen hinunter

Vier Millionen Franken Schaden, viele offene Fragen: Den führerlos entgleisten Zug in der Schöllenen will man am Sonntag bergen. Die Polizei sucht derweil dringend Zeugen.
Florian Arnold
Eine Diesel-Rangierlokomotive des Typs Tm 2/2. Eine Lok der gleichen Bauart ist mit vier Waggons führerlos die Schöllenen hinuntergedonnert. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Eine Diesel-Rangierlokomotive des Typs Tm 2/2. Eine Lok der gleichen Bauart ist mit vier Waggons führerlos die Schöllenen hinuntergedonnert. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Florian Arnold

Der erste Schock ist verdaut: Nach der Zugentgleisung in der Schöllenen sind die Aufräumarbeiten im vollen Gange. Wie Jan Bärwalde, Sprecher der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) auf Anfrage mitteilt, konnten am Samstag zwei Wagen geborgen werden. Zwei weitere sowie die zerstörte Rangierlokomotive sollen bis im Verlauf des Sonntags von der Unfallstelle entfernt werden. «Danach muss die Infrastruktur genaustens geprüft und wieder instand gestellt werden, ehe wieder Züge fahren können.» Geplant ist, dass die Strecke Göschenen ab Dienstagmorgen wieder fahrplanmässig bedient wird.

Wie es zum Unfall kam, ist immer noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Klar ist: Die am Donnerstag entgleiste Zugkomposition der Matterhorn-Gotthard-Bahn bestand aus einer Rangierlok und vier leeren Personenwaggons. Der Lokführer befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht auf der Rangierkomposition – der Zug war führerlos unterwegs. Wo sich der Zuständige befand, ist weiter unklar.

Lokführer wird betreut

Dem Rangierer, der durch den Unfall einen leichten Schock erlitt, gehe es den Umständen entsprechend gut, so Bärwalde. Man sei im Kontakt mit ihm. Und er werde betreut. Vorderhand werde der Lokomotivführer keine Einsätze mehr für die MGB leisten. «Wir geben ihm die nötige Zeit, die er zur Erholung benötigt.»

Inwiefern der Lokomotivführer rechtlich belangt werden kann und ob ihm eine Strafanzeige droht, ist derzeit ungewiss. Noch hat die Kantonspolizei Uri ihre Ermittlungen nicht abgeschlossen. Man habe noch keine neuen Ergebnisse, heisst es dort auf Anfrage. «Bis jetzt sind keine Zeugenmeldungen bei uns eingegangen», sagt Polizeisprecher Gusti Planzer. Nach wie vor sei man auf der Suche nach Zeugen. Diese sollen sich unter der Telefonnummer 041 875 22 11 melden.

Der entgleiste Zug hat einen Schaden von vier Millionen Franken angerichtet. «Wir sind natürlich versichert», sagt dazu MGB-Mediensprecher Jan Bärwalde. «Welche Versicherung aber hier wie greifen wird, hängt vom genauen Sachverhalt ab, der Gegenstand der laufenden Untersuchung ist.»

Eine Rangierlok des Typs Tm 2/2 und ein Personenwagen im Bahnhof Andermatt. (Bild: Robert Bachmann)

Eine Rangierlok des Typs Tm 2/2 und ein Personenwagen im Bahnhof Andermatt. (Bild: Robert Bachmann)

Vier Personenwaggons der Matterhorn-Gotthard-Bahn im Bahnhof Andermatt. (Bild: Robert Bachmann)

Vier Personenwaggons der Matterhorn-Gotthard-Bahn im Bahnhof Andermatt. (Bild: Robert Bachmann)

Abwärts: Die Tunneleinfahrt in der Schöllenen oberhalb der Teufelsbrücke. (Bild: Robert Bachmann)

Abwärts: Die Tunneleinfahrt in der Schöllenen oberhalb der Teufelsbrücke. (Bild: Robert Bachmann)

Die komplett zerstörte Rangierlok. (Bild: Kapo Uri)

Die komplett zerstörte Rangierlok. (Bild: Kapo Uri)

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