Uri erhält eine neue Erwachsenenschutzbehörde

Im Kanton Uri werden das Kindes- und Erwachsenenschutzrecht den Bestimmungen des Bundesrechts angepasst. Dieses verlangt die Schaffung einer neuen Erwachsenenschutzbehörde. Das Urner Stimmvolk hat das neue Gesetz am Sonntag mit 8'197 zu 2'460 Stimmen angenommen.

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Die Änderungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) zum Erwachsenenschutz, zum Personenrecht und zum Kindesrecht tritt auf Anfang 2013 in Kraft. Auf diesen Zeitpunkt müssen die Kantone auch das kantonale Recht an die Anforderungen des Bundes anpassen.

Die geforderte neue Fachbehörde für den Erwachsenenschutz soll mindestens drei Mitglieder haben und auch Aufgaben der Kindesschutzbehörde übernehmen. Die Erwachsenenschutzbehörde wird vom Kanton organisiert. Damit werden die Gemeinden von den bisherigen Aufgaben als Vormundschaftsbehörde entlastet.

Mit der Umstrukturierung entstehen dem Kanton jährlich Mehrkosten von 470'000 Franken. Die Kosten für die Gemeinden mit rund 1,1 Mio. Franken bleiben etwa gleich wie bisher.

Die Stimmbeteiligung betrug 43,7 Prozent.

sda