In Uri soll mehr Krebs-Prävention geleistet werden

Die Selbsthilfegruppe für Männer mit Hodenkrebs Schnau Zug gibt es bald auch in Uri.

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(pd/sok) «Wir tragen Schnauz, weil dieses Symbol der Männlichkeit die direkte Art ist, um für Hodenkrebs zu sensibilisieren.» Das sagt Joel Schuler. Er ist «Chef-Schnauz» und einer von acht Männern um die 30, die seit 2012 mit ihrem Verein SchnauZug unkonventionell und wirkungsvoll Präventionsarbeit leisten.

Denn: Das grösste Risiko für Hodenkrebs liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Sie ist bei jungen Männern die häufigste Krebsart. Doch die Heilungschancen sind bei früher Diagnose sehr hoch.

Benefiz-Party mit Aussenwirkung

Auch dieses Jahr hat der Verein SchnauZug eine tolle Benefiz-Party in der Galvanik geschmissen. 850 Gäste haben ein Ticket gelöst und erlebten – mit Schnauz – einen Abend der Lebensfreude. Das ist nicht alles. In den Wochen vor dem Anlass prägte SchnauZug das Zuger Stadtbild mit unübersehbaren Schnäuzen an Plakatwänden und ZVB-Bussen.

«Wir haben unser Ziel in dreifacher Hinsicht erreicht. Erstens das Thema Hodenkrebs ist in der Bevölkerung angekommen, zweitens Lebensfreude an der Gala, drittens 20000 Franken zu Gunsten der Krebsliga Zentralschweiz», sagt Joel Schuler bei der Checkübergabe.

Bald gibt es eine Selbsthilfegruppe in Uri

Die stolze Spende von 20000 Franken nahm Bruno Leiseder, Vorstandsmitglied der Krebsliga Zentralschweiz, entgegen. «Wir sind unbedingt auf Spenden angewiesen, damit wir unsere Arbeit mit den regionalen Beratungsstellen in allen sechs Kantonen für Betroffene und Angehörige finanzieren können», erklärt Leiseder.

Dazu gehört ausserdem die Beratungsstelle für die Kantone Uri und Schwyz in Schwyz. Prävention und Information über Krebsarten sind ein Dauerauftrag der Liga.

Eine wichtige Unterstützung sind auch die rund 14 Selbsthilfegruppen. Darunter auch die Selbsthilfegruppe für Männer mit Prostata- und Hodenkrebs. Die nächste Männergruppe wird bald im Kanton Uri gegründet werden.

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