URI: Fall braucht noch einen Staatsanwalt

Der Urner Landrat muss im Zusammenhang mit dem Fall Walker einen ausserordentlichen Oberstaatsanwalt wählen. Dieser soll prüfen, ob die Einstellung des Verfahrens richtig ist.

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Sasa Sindelic beim Interview mit dem Reporter des Schweizer Fernsehens. (Bild: Screenshot «Rundschau»)

Sasa Sindelic beim Interview mit dem Reporter des Schweizer Fernsehens. (Bild: Screenshot «Rundschau»)

Eine Mordkomplott-Theorie machte es notwendig, dass der Kanton Uri im Zusammenhang mit dem Fall Walker im Juni 2015 einen ausserordentlichen Staatsanwalt einsetzen musste. Der verurteilte Auftragsschütze Sasa Sindelic hatte in der SRF-Sendung «Rundschau» diese Theorie ins Spiel gebracht. Hätte diese der Wahrheit entsprochen, hätten sich mehrere Leute der falschen Anschuldigung und der Irreführung der Rechtspflege schuldig gemacht.

Mit den Untersuchungen wurde der Luzerner Staatsanwalt André Graf beauftragt. Das Verfahren wurde kürzlich mittels einer Einstellungsverfügung abgeschlossen. Das Problem dabei: Genehmigt werden kann die Einstellungsverfügung nur vom Oberstaatsanwalt oder dessen Stellvertreterin. Aus diesem Grund muss der Landrat nun zusätzlich einen ausserordentlichen Oberstaatsanwalt wählen, der die Einstellungsverfügung genehmigt. «Der ausserordentliche Oberstaatsanwalt wird die Unterlagen anschauen und darüber befinden, ob die Einstellung des Verfahrens richtig ist», erklärt Oberstaatsanwalt Thomas Imholz. «Wenn er zu einem anderen Schluss kommt, kann er die Einstellung auch zurückweisen.»

Die Regierung schlägt dem Landrat den Hergiswiler Alexandre Vonwil vor. Dieser übt seit 2011 das Amt des Oberstaatsanwalt-Stellvertreters des Kantons Nidwalden aus.

(zf)