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URI: Fall Ignaz Walker: Urteil wird Mitte April bekannt gegeben

Am 18. April wird das Urteil im Fall Ignaz Walker mündlich verkündet. Das Gericht wird das Urteil weder kommentieren, noch für Statements zur Verfügung stehen. Nach der mündlichen Urteilseröffnung hat das Gericht 60 bis 90 Tage Zeit für die Erstellung der vollständigen schriftlichen Begründung respektive des ausformulierten Urteils.
Der Beschuldigte Ignaz Walker. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Der Beschuldigte Ignaz Walker. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Jetzt ist der lang erwartete Termin fixiert: Die mündliche Urteilseröffnung im Fall Ignaz Walker findet am Montag, 18. April, um 14 Uhr im Landratssaal statt. Das teilte gestern das Obergericht Uri mit. Die Urteilseröffnung wird etwa 30 Minuten dauern. Das Gericht wird dabei das Dispositiv bekannt geben und eine Kurzbegründung vortragen.

Das Gericht wird das Urteil weder kommentieren, noch für Statements zur Verfügung stehen. Gemäss Strafprozessordnung hat das Gericht nach der mündlichen Urteilseröffnung nämlich 60 bis 90 Tage Zeit für die Erstellung der vollständigen schriftliche Begründung respektive des ausformulierten Urteils. Die Rechtsmittelfrist läuft erst ab Zustellung des ausformulierten Urteils an die Parteien. Sobald das vollständig begründete Urteil vorliegt, wird das Obergericht informieren.

Ignaz Walker wird beschuldigt, im Januar 2010 ausserhalb seiner Bar auf einen holländischen Gast geschossen zu haben. Zudem soll Walker den Kroaten Sasa Sindelic beauftragt haben, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Nataliya K. zu ermorden. Diese wurde im November 2010 durch drei Schüsse schwer verletzt. Das Obergericht Uri verurteilte Walker im September 2013 wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und versuchten Mordes in Mittäterschaft zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und erhöhte damit die vom Landgericht verhängte Strafe um fünf Jahre. Im Dezember 2014 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde Walkers teilweise gut, hob das Urteil auf und schickte den Fall zur Neubeurteilung ans Obergericht Uri zurück. Am 19. Oktober 2015 wurde die Berufungsverhandlung aufgenommen. Diese wurde am 30. Oktober mit dem letzten Wort des Angeklagten abgeschlossen.

Die Verhandlung wurde vom 22. bis 24. Februar dieses Jahres wieder aufgenommen. Der eigentliche Grund für die Wiederaufnahme der Verhandlungen im Fall Walker liegt darin, dass das Obergericht die Abnahme weiterer Beweise im Herbst 2015 als nötig erachtet hat – wie dies Linus Jaeggi, der Verteidiger von Ignaz Walker, gefordert hatte. Den Parteien waren im November rund 700 Seiten neue Akten zur Person des Hauptbelastungszeugen Johannes Peeters zugestellt worden. Peeters hatte ausgesagt, Walker habe im Januar 2010 auf ihn geschossen. Gemäss Jaeggi habe er aber diese Aussagen widerrufen wollen. In den Akten finden sich jedoch keine Angaben zu diesem «Rückzug». Für Jaeggi steht fest, dass die Ermittler kein Interesse daran gehabt hätten, Peeters ausfindig zu machen, um ihn vor Gericht nochmals befragen zu können.

Geht es nach dem Urner Oberstaatsanwalt, so soll der 48-jährige Erstfelder wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und versuchten Mordes in Mittäterschaft zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt werden. Die Verteidigung fordert erneut einen umfassenden Freispruch.

red

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