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URI: Fall Walker: Um diese Personen geht's

Bereits zum dritten Mal wird der Fall Walker vor dem Urner Obergericht verhandelt. Neben Ignaz Walker spielen auch weitere Personen eine Rolle. Eine Übersicht.
Ignaz Walker (links) und sein Verteidiger Linus Jaeggi werden erneut vor dem Obergericht Uri antreten. (Bild: Pius Amrein (Altdorf, 22. Februar 2016))

Ignaz Walker (links) und sein Verteidiger Linus Jaeggi werden erneut vor dem Obergericht Uri antreten. (Bild: Pius Amrein (Altdorf, 22. Februar 2016))

Seit 2011 beschäftigen sich die Urner Gerichte mit dem Fall Walker. Eine Chronologie des Werdegangs bis zur aktuellen Berufungsverhandlung vor dem Urner Obergericht gibt es hier. Derweil fällt es schwer, die einzelnen Personen auseinander zu halten, die im Fall Walker eine Rolle spielen. Hier ein Überblick:

Ignaz Walker: der Beschuldigte

Ignaz Walker steht als Beschuldigter vor den Schranken des Gerichts. Ihm wird vorgeworfen, am 12. November 2010 einen Auftragskiller auf seine damalige Ehefrau, Nataliya K.*, angesetzt zu haben. Der 49-jährige ehemalige Betreiber des Cabaret Taverne in Erstfeld beteuert seine Unschuld.

Linus Jaeggi: der Verteidiger

Der Zürcher Anwalt Linus Jaeggi verteidigt Ignaz Walker seit der ersten Verhandlung vor dem Urner Obergericht 2013.

Thomas Imholz: der Oberstaatsanwalt

Thomas Imholz führt die Anklage gegen Ignaz Walker und ist von dessen Schuld überzeugt.

Nataliya K.: das Opfer

Die gebürtige Ukrainerin und heutige Ex-Frau von Ignaz Walker wurde am 12. November 2010 Opfer eines mutmasslichen Mordanschlags. Sie wird schwer verletzt und ist überzeugt, dass Ignaz Walker der Auftraggeber des Anschlags gewesen sein muss. Nataliya K. tritt im Verfahren gegen Walker als Privatklägerin auf und macht eine Genugtuungsforderung geltend. Genau so wie in einem anderen Verfahren gegen Walker, wo es unter anderem um häusliche Gewalt geht. Hiervon wurde Walker kürzlich freigesprochen (wir berichteten).

Claudia Zumtaugwald: die Opfer-Anwältin

Die Luzerner Anwältin Claudia Zumtaugwald vertritt Nataliya K. im Prozess gegen Walker als Privatklägerin.

Sasa Sindelic: der Auftragskiller

Sasa Sindelic wurde 2011 vom Urner Landgericht als Auftragskiller zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Er zog das Urteil nicht weiter, womit es rechtskräftig wurde. Im Juni 2015 sagte Sindelic in der SRF-Sendung Rundschau, Ignaz Walker habe mit dem Anschlag auf Nataliya K. nichts zu tun; es habe sich um ein Komplott gehandelt, um Walker hinter Gitter zu bringen, geschmiedet von ihm, Nataliya K. und Claudio V.* Geschossen habe ausserdem nicht er selber, sondern ein anderer, dessen Identität Sindelic nicht preisgeben möchte. Wegen dieser Aussage muss sich Sindelic nun voraussichtlich wegen falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege verantworten (wir berichteten).

Der «wahre» Schütze: der Unbekannte

Sindelic behauptet, nicht er habe am 12. November 2010 auf Nataliya K. geschossen. Die Identität des «wahren» Schützen bleibt bis dato unbekannt. Gegenüber der «Rundschau» hat Sindelic dessen Namen genannt; die SRF-Sendung beruft sich auf den Quellenschutz und gibt den Namen ebenfalls nicht preis.

Claudio V.: der Freund

Claudio V. ist Nataliya K.'s neuer Freund. Er soll laut Aussagen von Sindelic gemeinsam mit Nataliya K. am Mordkomplott beteiligt gewesen sein. Bei der Befragung durch den ausserordentlichen Staatsanwalt André Graf streitet er dies ab.

André Graf: der ausserordentliche Staatsanwalt

Der Luzerner Staatsanwalt André Graf wurde 2015 von der Staatsanwaltschaft Uri als ausserordentlicher Staatsanwalt gewählt, um Sindelics Aussagen zum Mordkomplott zu untersuchen. Im Sommer 2017 schloss er die Untersuchung ab und stellte die Verfahren gegen Sindelic, Nataliya K. und Claudio V. ein. Die Einstellungsverfügung gegen Sindelic wurde jedoch nicht genehmigt; nun muss Graf gegen ihn Anklage wegen falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege erheben.

Elisabeth I.*: die Zeugin

Elisabeth I. war zum Zeitpunkt der Schüsse auf Nataliya K. mit Sasa Sindelic liiert. In mehreren Aussagen macht sie sinngemäss geltend, Sindelic habe ihr erzählt, dass er von Walker beauftragt worden sei, auf Nataliya K. zu schiessen. Vor dem Landgericht 2012 noch als «Kronzeugin» gehandelt, zweifelte das Obergericht ab 2013 an ihrer Glaubwürdigkeit. Das Bundesgericht misst Elisabeth I. in seinem neusten Urteil wieder erhöhten Beweiswert zu.

eca

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