URI: Fast alle Schulabgänger mit Anschlusslösung

Noch nie schafften so viele Jugendliche am Ende der obligatorischen Schulzeit den direkten Einstieg in eine Ausbildung. Doch diese Entwicklung hat auch eine Kehrseite.

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Ein Lehrling bei der Arbeit. (Symbolbild Jakob Ineichen / Neue LZ)

Ein Lehrling bei der Arbeit. (Symbolbild Jakob Ineichen / Neue LZ)

Seit mehr als 20 Jahren führt der Kanton Uri sogenannte Schulenderhebungen durch. Betrachtet man die Enderhebung von diesem Jahr, zeigt sich ein erfreuliches Bild. 99 Prozent aller Schüler des 9.Schuljahres hatten bereits vor Schulschluss eine Anschlusslösung. Dies gab der Kanton Uri in einer Mitteilung bekannt. Nur drei Jugendliche wussten zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht, was sie tun werden. 26 Personen legen ein Zwischenjahr ein und 351 Personen steigen direkt in die Sek II. Sie absolvieren also eine Lehre oder besuchen eine weiterführende Schule.

Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in anderen Bereichen. So müssen nur 17 Jugendliche eine Lehre ausserhalb des eigenen Kantons absolvieren. Auch die Anzahl der Bewerbungen, die es braucht, bis die Jugendlichen eine Lehrstelle fanden, ging zurück. Die Schüler brauchten dieses Jahr im Durchschnitt nur noch 3,4 Bewerbungen zu schreiben. Letztes Jahr waren es noch 4,8.

Diverse unbesetze Lehrstellen

Da viele Lehrstellen nicht mehr besetzt werden können, versuchen einige Lehrbetriebe die Schulabgänger mit frühen mündlichen Zusagen an sich zu binden. Dies geschieht teilweise sogar, bevor die Jugendliche ihre Berufswahl getroffen haben. Dieses Problem führt vermehrt zu Lehrabbrüchen.

pd/mar