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Uri fördert die Einführung des elektronischen Patientendossiers

Bis in zwei Jahren müssen Patientendaten elektronisch erfasst werden. Davon werden nicht nur die Leistungserbringer, sondern auch die Patienten profitieren. Laut Gesundheitsdirektorin Barbara Bär wirkt sich das Modell zudem positiv auf die Gesundheitskosten aus.
Philipp Zurfluh
Das elektronische Patientendossier hat viele Vorteile für Patienten. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Das elektronische Patientendossier hat viele Vorteile für Patienten. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Digitales Tablet statt Aktenordner: Das elektronische Patientendossier (EPD) soll ab 2020 für alle Einwohner der Schweiz verfügbar sein. Dies schreibt das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) vor, das im April 2017 in Kraft getreten ist. Das Gesetz verpflichtet die Spitäler, Pflegeheime und andere stationäre Institutionen sich bis im April 2020 respektive April 2022 einer EPD-Stammgemeinschaft anzuschliessen.

Patientinnen und Patienten können sich dereinst bei einer Stammgemeinschaft registrieren lassen, um ein eigenes EPD zu eröffnen. Auch der Kanton Uri möchte der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen Rechnung tragen und diese aktiv fördern, wie die Gesundheitsdirektion Uri in einer Mitteilung schreibt.

Das virtuelle Dossier für Patienten

Das elektronische Patientendossier (EPD) ist ein virtuelles Dossier, über das dezentral abgelegte behandlungsrelevante Daten eines Patienten in einem Abrufverfahren den an der Behandlung beteiligten Gesundheitsfachpersonen zugänglich gemacht werden können wie beispielsweise Labordaten, Rezepte, Röntgenbilder, Impfausweise oder radiologische Berichte. Der Patient entscheidet selbst, ob er ein EPD eröffnen will. Er hat jederzeit Zugriff auf alle Daten. (pz)

Gesundheitsdirektorin Barbara Bär sagt zum Entscheid des Regierungsrats: «Wir wollen mit der Anschubfinanzierung optimale Rahmenbedingungen schaffen. Ich hoffe, dass wir möglichst viele Leistungserbringer mit ins Boot holen können.» Der Kanton Uri beteiligt sich an der Axsana AG. Sie ist eine nicht gewinnorientierte Gesellschaft, die zum Ziel hat, eine Stammgemeinschaft aufzubauen, um das EPD zu betreiben.

Die Gesellschaft wird paritätisch von der öffentlichen Hand (Cantosana AG) und den Leistungserbringer-Verbänden getragen. Der Kanton Uri ist nach Zug der zweite Zentralschweizer Kanton, der Aktionär bei der Cantosana AG ist und damit eine Anschubfinanzierung für den Aufbau der Stammgemeinschaft leistet. Auch die Kantone Zürich und Bern beteiligen sich. Im Gegenzug profitieren die Urner Leistungserbringer von besseren Konditionen beim Anschluss an diese Stammgemeinschaft.

Ärzte sträuben sich noch

Das EPD wirke sich auch positiv auf die Gesundheitskosten aus, schreibt die Gesundheitsdirektion. «Die bessere Vernetzung der Gesundheitsfachleute wird die Qualität und Effizienz steigern und die Kosten reduzieren», erklärt Barbara Bär. Zudem seien die Daten schnell verfügbar.

Von Bundesrat und Parlament im Gesetz explizit ausgenommen von dieser Pflicht wurden unter anderem Praxisärzte, Apotheker oder Chiropraktiker. Vor allem Erstere sperren sich gegen den administrativen Aufwand, auf digitale Daten umzustellen (wir berichteten).

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