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URI: Folgen der Rinderseuche auf Urner Alpen ist weniger schlimm als befürchtet

Die Folgen der Rinderseuche, die im vergangenen Spätsommer auf zwei Urner Alpen ausgebrochen war, sind laut dem Kantonstierarzt der Urkantone weniger schlimm als befürchtet. Vermutlich nicht mehr geklärt werden kann, woher das Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) stammt.
Auch bei einem auf der Alp Fiseten gesömmerten Tier wurde ein positiver BVD-Befund festgestellt. (Archivbild Urner Zeitung)

Auch bei einem auf der Alp Fiseten gesömmerten Tier wurde ein positiver BVD-Befund festgestellt. (Archivbild Urner Zeitung)

Bis heute wurden auf den Alpen Fiseten und Alplen 21 neugeborene Kälber gefunden und notgeschlachtet, die Träger des BVD-Virus waren. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Kantonstierarzts der Urkantone vom Freitag hervor.

Jedes angesteckte Neugeborene löste weitere Abklärungen zur möglichen Infektionskette aus. Trotz intensiver Suche konnte eine definitive Ursache für den Ausbruch der Tierseuche nicht gefunden werden, heisst es weiter. So geht der Kantonstierarzt davon aus, dass die Infektionskette nicht mehr aufgedeckt werden kann.

Wird eine Kuh angesteckt, zeigt sie Grippesymptome und bildet Antikörper. Für die Menschen ist die Seuche ungefährlich. Wenn eine Kuh während der Erkrankung trächtig war, kann das junge Tier infiziert sein und nach der Geburt Viren ausscheiden. Dies, weil das Kalb in den ersten fünf Monaten gegen BVD keine Antikörper bildet. Um die Ansteckung weiterer Tiere zu verhindern, werden BVD-Kälber getötet.

Dank der guten Mitarbeit der betroffenen Tierhalter konnte eine Weiterverbreitung der Seuche verhindert werden, heisst es weiter. Angesteckte Kühe werden von den anderen Rindern getrennt gehalten. Die Abkalbung findet jeweils in einem separaten Stall statt.

Der Kantonstierarzt geht davon aus, dass voraussichtlich vor der nächsten Sömmerung sämtliche so genannte Verbringungssperren aufgehoben werden können.

Noch zehn Abkalbungen

Im Moment stehen von den ehemals 110 verbringungsgesperrten Rindern im Kanton Uri noch zehn Abkalbungen auf sechs verschiedenen Betrieben an. Bereits jetzt sei ersichtlich, dass mit rund 20 Prozent angesteckten Neugeborenen der Erwartungswert massiv tiefer zu liegen komme als ursprünglich befürchtet, schreibt der Kantonstierarzt.

Trotzdem gelte es, wachsam zu bleiben, heisst es weiter. Denn aufgrund eines ausserkantonalen Falls habe sich ein weiterer BVD-Verdachtsfall auf dem Urnerboden ergeben. Die ersten Untersuchungen aber konnten den Verdacht nicht bestätigen.

Der Kanton Uri entschädigt die Viehhalter, die wegen der Tierseuche Mehraufwendungen leisten müssen oder Einbussen erleiden. Diese Entschädigung erfolge, wenn alle verbringungsgesperrten Tiere abgekalbert hätten, heisst es. Dies sie voraussichtlich im Mai der Fall.

Die Tierhalter erhalten pro Tier eine Entschädigung von 150 Franken aus dem Tierseuchenfonds. Dies ist voraussichtlich im Mai der Fall.

pd/rem/sda

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