Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

URI: Gewerkschaft Syna nimmt Arbeitgeber in die Pflicht

An der GV von Syna Region Uri wurde die wirtschaftliche Zukunft des Kantons Uri thematisiert. Das Engagement für die Arbeiter sei gefragter denn je.
Hans Gnos
Mathias Regotz von der Syna Geschäftsleitung und Branchenleiter machte darauf aufmerksam, dass die Sozialpartnerschaft auf dem Prüfstand stehe. (Bild: Hans Gnos (2. März 2018))

Mathias Regotz von der Syna Geschäftsleitung und Branchenleiter machte darauf aufmerksam, dass die Sozialpartnerschaft auf dem Prüfstand stehe. (Bild: Hans Gnos (2. März 2018))

Hans Gnos

redaktion@urnerzeitung.ch

An der Generalversammlung von Syna Region Uri nahmen am 2. März rund 200 Mitglieder teil. Einmal mehr machte Regionalpräsident Sepp Arnold darauf aufmerksam, dass viele Arbeitgeber ihren selbst gelobten Sozialgedanken nicht ernst nehmen, ausser sie können davon profitieren. «Die Gewinnoptimierung ist wichtiger als das partnerschaftliche Miteinander. Das belegen die Nullrunden oder die kleinen Frankenanpassungen bei den Lohnverhandlungen», betonte der Regionalpräsident. «Auch bei den Verhandlungen bei Gesamtarbeitsverträgen (GAV) musste sich Syna stark engagieren.» Das Rad der Zeit könne aber nicht stillstellen. Stillstand wäre Rückschritt. Es bedeute aber nicht unbedingt eine Weiterentwicklung auf der sozialen Ebene.

Präsident Sepp Arnold machte rückblickend auch auf den Stellenwechsel von Regionalsekretär Thomas Huwyler aufmerksam, der neue Aufgaben in der Baudirektion Uri übernimmt, und dankte ihm für seinen Einsatz. Die Vorstandsmitglieder Peter Arnold, Vizepräsident, und Sascha Zgraggen, Kassier, wurden wiedergewählt. Zahlreiche Mitglieder mit 25, 40 und 50 Jahren Mitgliedschaft wurden geehrt. Erwähnenswert ist die 60-jährige Vereinstreue von Hans Aschwanden, Attinghausen; Oskar Frei, Schattdorf; Michael Planzer, Altdorf; Kurt Schiess, Bürglen; Oswald Zgraggen, Bristen.

Volkswirtschaftsdirektor Ur-ban Camenzind zeigte aufgrund von Zahlen, was das Resort von Samih Sawiris in Andermatt bewegt hatte und was es noch bewegen wird. Erfreulich sind die rund 500 neuen Arbeitsplätze. Ebenso ging er auf das zukunftsträchtige Bauvorhaben Kantonsbahnhof ein, in das der Kanton rund 11 Millionen investieren wird. Der erste kleine Erfolg bei neuen Arbeitsplätzen konnte man bereits buchen: Die Firma Kässbohrer Schweiz AG will einen Betrieb mit rund 30 Arbeitsplätzen in dieser Gegend aufbauen. Die neuen Arbeitsplätze fordere auch Syna. Die Entwicklung bedinge eine kompetente Sozialpartnerschaft. Die Kooperation von Arbeitgeber und -nehmer sei entscheidend.

Für die Würde der Arbeiter einstehen

Mathias Regotz, Syna-Geschäftsleitung und Branchenleiter, betonte, dass die Werte der christlich-sozialen Ethik in diesem Jahr auf dem Prüfstand stehen würden und die Gesamtarbeitsverträge (GAV) im Bereich Bau, temporäre Arbeiter sowie der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) erneuert werden müssten. Die Tendenz, die Würde der Arbeitnehmer und das Gemeinwohl nicht zu achten, sei zunehmend: Tricks mit flexibler Arbeit, Abschaffen der Arbeitszeiterfassung, längeren Arbeitszeiten zum gleichen Preis und nicht bezahlten Überstunden. Da werde Syna nicht mitmachen und für die Würde der Arbeiter einstehen und für ihre Rechte kämpfen. Das Engagement von Syna sei mehr denn je gefragt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.