URI: Gotthard: Uri so gespalten wie noch nie

Die Aussagen des Verkehrspolizeichefs spielen den Befürwortern der zweiten Gotthardröhre in die Karten. Derweil rüffelt die Alpen-Initiative den Regierungsrat.

Alexander von Däniken
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Blick in den Gotthardtunnel in der Nähe des Nordportals. (Bild: Keystone)

Blick in den Gotthardtunnel in der Nähe des Nordportals. (Bild: Keystone)

Zweite Gotthardröhre oder nicht? Mit heiklen Aussagen hat Damian Meier, Chef der Urner Bereitschafts- und Verkehrspolizei, die seit Jahren schwelende Debatte kürzlich aufgeheizt. Im Rahmen der Vernehmlassung zum bundesrätlichen Konzept über die Sanierung des Gotthardtunnels empfahl Meier aus Sicherheitsgründen den Bau der zweiten Röhre – und stellte sich damit gegen die immer knapper werdende Mehrheit in der Bevölkerung und gegen die Regierung, welche nichts von Meiers Aussagen wusste

Bürgerliche Parteien zufrieden

Die SVP und die FDP sind für eine zweite Gotthardröhre. Entsprechend begrüssen die Parteipräsidenten Meiers Aussagen. «Es freut mich, dass der Chef der Urner Bereitschaftspolizei klare Aussagen macht», sagt etwa FDP-Parteipräsident Mathias Steinegger. Ähnlich sieht das auch SVP-Präsident Pascal Blöchlinger: «Zum Thema Gotthard gibt es noch viel Diskussionsbedarf. Ich bin froh, dass Damian Meier den Sicherheitsaspekt thematisiert.»

Ganz andere Reaktionen gibt es von der Alpen-Initiative, welche sich vehement für den Verzicht auf einen Ausbau der Kapazität der Transitstrassen einsetzt. Geschäftsführer Alf Arnold sagt. «Der Schaden ist angerichtet.» Er ortet bei der Urner Regierung ein Kommunikationsproblem: «Offenbar hat der Sicherheitsdirektor seine Angestellten nicht im Griff.» Doch auch nach aussen gebe die Regierung nicht die beste Figur ab. «Aus Bern vernehme ich, dass man mit dem Kanton Uri umgehen könne, wie man will. Es fehlt an einer eindeutigen Position des Regierungsrates.»

Alexander von Däniken

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