URI: Grünes Licht für Fischzucht-Becken in Erstfeld

Mit warmem Wasser aus dem Neat-Tunnel soll beim Nordportal in Erstfeld Fischzucht betrieben werden. Der Regierungsrat hat nun die Konzession erteilt.

Drucken
Teilen
Ungewöhnliche Umnutzung: In der ARA Erstfeld sollen bald Lebensmittel produziert werden. (Archivbild Neue UZ)

Ungewöhnliche Umnutzung: In der ARA Erstfeld sollen bald Lebensmittel produziert werden. (Archivbild Neue UZ)

Im Herbst 2016 wird der neue Neat-Basistunnel zwischen Erstfeld und Bodio in Betrieb genommen. Die Urner Firma Basis57 plant beim Nordportal in Erstfeld ab 2017 eine Fischzucht unter Nutzung des sauberen Tunnel-Bergwassers. Der Urner Regierungsrat hat nun eine Konzession über fünf Jahre zum Betreiben der Laboranlage erteilt, wie die Standeskanzlei mitteilt.

Als ersten Schritt plant die Firma eine temporäre Laboranlage in einem Gebäude der nicht mehr genutzten Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Erstfeld. Es ist vorgesehen, die Laboranlage in zwei unabhängige Kreislaufanlagen mit zwölf respektive zehn Becken zu unterteilen. Die Versorgung der Becken mit sauberem Bergwasser soll ab dem Bauwerk auf der Parzelle der AlpTransit AG über eine neu zu erstellende Wasserleitung erfolgen.

Im Rahmen eines von der «Kommission für Technologie und Innovation» des Bundes geförderten Projekts sollen in der Laboranlage das Wachstum der beiden Fischarten Trüschen und Zander unter verschiedenen Rahmenbedingungen sowie die Reinigungsmassnahmen und die Wärmebilanzen in Fischzuchten untersucht werden.

Eine Fachperson der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften besucht die Anlage zweimal wöchentlich. Zusätzlich führt eine ortsansässige Person täglich Kontrollgänge durch. Die Anlage wird mit Videokameras überwacht.

Mit der Anlage will die Firma pro Jahr bis zu 1200 Tonnen einheimischen Fisch produzieren. Die Anlage kostet 25 bis 30 Millionen Franken.

pd/rem