URI: Helikopterflüge für Pendler aus dem Meiental

Bei Lawinengefahr im Urner Meiental dürfen Pendler Helikopterflüge auf Kosten des Kantons Uri in Anspruch nehmen. Sind Flüge nicht möglich, können Pendler auch in Wassen im Hotel übernachten.

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Wenn die Strasse zwischen Meiendörfli und Wassen bei Lawinengefahr gesperrt ist, fliegt der Helikopter Pendler aus dem Tal, so wie 2012, als die Strasse mehrere Tage gesperrt war. (Bild: Philipp Schmidli)

Wenn die Strasse zwischen Meiendörfli und Wassen bei Lawinengefahr gesperrt ist, fliegt der Helikopter Pendler aus dem Tal, so wie 2012, als die Strasse mehrere Tage gesperrt war. (Bild: Philipp Schmidli)

Das Angebot gilt, wenn die Strasse zwischen Wassen und Meiendörfli wegen Lawinengefahr oder nach einem Schneerutsch gesperrt wird, wie die Urner Baudirektion am Freitag mitteilte. Pendler können sich bei der Gemeindekanzlei Wassen und der Baudirektion melden, die die Transportflüge organisieren.

Flüge stehen auch dem Hausarzt, der Spitex, der Hebamme sowie zur Not dem Tierarzt und dem Besamer zur Verfügung, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Wenn der Helikopter-Pilot entscheidet, dass aufgrund der Witterung gegen Abend kein Rückflug von Wassen nach Meiendörfli möglich ist, können Pendler auf Wunsch in einem Hotel in Wassen übernachten. Diskutiert worden ist auch, ob diese Angebote von Schülern genutzt werden sollen. Ein Umfrage bei den betroffenen Eltern hat ergeben, dass die bisherige Lösung, wonach die Kinder bei Gefahrenmeldung frühzeitig nach Hause transportiert werden für die Eltern und die Kinder besser ist. Deshalb werden Kinder vorläufig nicht mit dem Helikopter transportiert. Zusätzlich steht nach wie vor der SMS-Frühwarndienst zur Verfügung.

Der Urner Landrat hatte im Oktober den Bau einer Winternotstrasse zwischen Husen und Meiendörfli aus finanziellen Gründen verworfen. Der Regierungsrat schätzte die Kosten auf rund 15 Millionen Franken. Er hatte als Alternative unter anderem Notbrücken per Helikopter vorgeschlagen.

Das Meiental im Kanton Uri zählt rund 60 Bewohner. Die Sustenstrasse zwischen Wassen und Meiendörfli war in den letzten 20 Jahren im Winter durchschnittlich jährlich während rund total einer Woche gesperrt. Grund war Lawinengefahr oder eine tatsächliche Verschüttung.

Der Weiler Fürlaui im Urner Meiental ist derzeit komplett von der Umwelt getrennt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Alois Baumann räumt den Schnee weg. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Der Schnee schweist die Menschen in der Fürlaui zusammen. Von links: Landwirtschaftspraktikant Daniel Kammer, Alois Baumann, Rosmarie Meier Ziegler, Anna Lena, Felix mit dem kleinen Peter und Paul Ziegler. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Karl Baumann schaut aus dem Haus. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
In Pia Baumanns Vorratskammer fehlt es an nichts. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Paul Ziegler freut sich über die Piste vor dem Haus. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Dora Baumann beim Schneeräumen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Vater Alois Baumann hilft seinem Sohn Daniel, welcher mit dem Helikopter eingeflogen wurde, das Material auszuladen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Anna Lena und Paul Ziegler staunen: so viel Schnee! (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ
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Der Weiler Fürlaui im Urner Meiental ist derzeit komplett von der Umwelt getrennt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

rem/sda