URI: Hochwasserschutz: Baustart zur letzten Etappe

Das Reussufer auf der rechten Seite zwischen Attinghausen und Erstfeld wird erhöht und verbreitert. Die Bauarbeiten starten im November und dauern bis Juni.

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Im Bereich der Autobahneinfahrt Erstfeld wird der bestehende Blocksatz zur Uferstabilisierung erneuert und mit grösseren Steinen ausgelegt. (Bild Google Street View)

Im Bereich der Autobahneinfahrt Erstfeld wird der bestehende Blocksatz zur Uferstabilisierung erneuert und mit grösseren Steinen ausgelegt. (Bild Google Street View)

Im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes Urner Talboden bildet die Sanierung des rechten Reussufers zwischen Attinghausen und Erstfeld das letzte verbleibende grössere Teilprojekt. Der erste Abschnitt zwischen der Schächenmündung und der Gotthardraststätte wurde im Frühjahr 2015 erstellt. Anfangs November 2015 beginnen die Arbeiten zur letzten Etappe ab der Gotthardraststätte bis Erstfeld und dauern bis Juni 2016.

Zwischen der Mündung des Schächens und Erstfeld wird der bestehende, rechtsseitige Reussdamm auf verschiedenen Abschnitten leicht erhöht (maximal 90 cm). Die Erhöhung erfolgt entweder mittels Erddämmen oder mit Blockmauern. Dank dieser Massnahmen wird das Gebiet im Süden von Altdorf und Schattdorf besser vor Hochwasser geschützt. Kommt es zu Hochwasser, fliessen die Wassermassen via Schachenebene durch die verlängerte Stille Reuss wieder in die Reuss zurück und weiter nördlich via Entlastungskorridore in Richtung Reussdelta und See.

Im Gebiet Schachen oberhalb der Gotthard-Raststätte wird der Reussdamm im kommenden Winterhalbjahr auf einer Länge von gut 500 Meter so gebaut, dass bei einem Extremereignis der Damm überströmt werden kann und so ein kontrolliertes Entlasten in den Raum Schachen möglich wird. Im Bereich der Autobahneinfahrt Erstfeld wird der bestehende Blocksatz zur Uferstabilisierung erneuert und mit grösseren Steinen ausgelegt.

Umleitung für Velofahrer

Während der Bauzeit muss der Wuhrweg gesperrt werden. Die Fussgänger und Radfahrer werden über Alternativrouten umgeleitet. Bei den Baustellen werden Informationstafeln angebracht mit Inhalten zum Gesamtprojekt, Etappierung, Bauprogramm und Termine usw. Die Baudirektion Uri bittet alle Verkehrsteilnehmer während der Bauzeit die spezifischen Signalisationen zu beachten und dankt für das Verständnis.

Die Bauarbeiten verbessern den Schutz vor Hochwasser und gehen auf das Ereignis im August 2005 zurück. Damals war besonders das Gebiet Schächenmündung stark betroffen. In der Folge hat der Kanton Uri ein umfassendes Hochwasserschutzprojekt ausgearbeitet. Die vom Regierungsrat genehmigten Massnahmen am Schächen, an der Reuss und an der Stillen Reuss sind seit 2010 in Ausführung. Jene am Schächen und an der Stillen Reuss sind bereits abgeschlossen.

red