URI: Hundehalter können weiter sorgenlos Gassi gehen

Wer in der Schweiz Hunde hält, muss mehrere Theorie- und Praxiskurse absolvieren. Kontrolliert wird dies kaum – auch im Kanton Uri nicht. Der Landrat hat sich gegen schärfere Kontrollen ausgesprochen.

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Auch im Kanton Uri müssen Hundehalter obligatorische Hundekurse besuchen. (Bild: Keystone)

Auch im Kanton Uri müssen Hundehalter obligatorische Hundekurse besuchen. (Bild: Keystone)

Nach schweren Zwischenfällen mit sogenannten Kampfhunden wurde 2008 das Schweizerische Tierschutzgesetz verschärft. Seither müssen Hundehalter obligatorische Kurse absolvieren. Ob ein Halter die Kurse tatsächlich absolviert, wird von den Kantonen allerdings nicht systematisch kontrolliert.

Landrat Alex Inderkum (SP/Grüne) wollte diese Tatsache nicht länger hinnehmen. Er forderte die Urner Regierung in einer parlamentarischen Empfehlung dazu auf, Urner Hundehalter in Zukunft konsequent zu überprüfen.

Mit einer systematischen Kontrolle könnten Missstände verhindert oder eingedämmt werden, sagte Inderkum. Zudem könne Uri eine Vorbildfunktion für andere Kantone übernehmen.

Verschleuderung von Ressourcen befürchtet

Im Urner Landrat wurde mit Biss über die Empfehlung der SP/Grüne-Fraktion debattiert. Toni Gamma (FDP) nannte die flächendeckende Überprüfung der Hundehalter "eine Verschleuderung von Ressourcen". Diese diene in keiner Weise der Sache.

Auch Alois Arnold (SVP) hielt die konsequente Überprüfung der Hundehalter für wenig sinnvoll. Die meisten Halter hätten ihre Hunde im Griff. Bei einigen wenigen würden aber auch Hundert obligatorische Kurse nichts nützen, sagte er.

Anderer Meinung war Heiner Göldi (CVP). Er fragte, ob erst etwas passieren müsse, bevor endlich eingegriffen werde.

Am Ende blieb der Vorstoss der SP/Grüne-Fraktion chancenlos. Der Landrat lehnte die Empfehlung mit 47 zu 11 Stimmen ab. (sda)