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URI: Hundehalter ohne festen Wohnsitz sorgt für Unmut

In Altdorf macht ein Mann mit seinem Vierbeiner von sich reden. Da der Mann keinen festen Wohnsitz hat, müssen Polizei und Veterinärdienst alternative Wege gehen.
Im Kanton Schwyz gilt generell eine Leinenpflicht für Hunde (Symbolbild). (Bild: Keystone / Martin Ruetschi)

Im Kanton Schwyz gilt generell eine Leinenpflicht für Hunde (Symbolbild). (Bild: Keystone / Martin Ruetschi)

Seit einiger Zeit sorgt ein Mann mit Hund im Altdorfer Dorfkern für Unmut. Vor allem Hundehalter bekunden unserer Zeitung gegenüber Probleme mit ihm beziehungsweise mit dessen Hund. Dieser soll sich aggressiv gegenüber anderen Hunden verhalten und einen gar gebissen haben.

Da der Mann mit seinem Hab und Gut unterwegs ist und offenbar keinen festen Wohnsitz hat, sind die besorgten Hundehalter ratlos, an wen sie sich wenden können. Unsere Zeitung hat nachgefragt (siehe auch Box).

Öffentliche Ausschreibung statt Briefpost

Der Mann ist der Kantonspolizei Uri bekannt und sei bereits mehrmals kontrolliert worden, wie Stabschef Gusti Planzer auf Anfrage sagt. Gemäss Gesetzgebung für Ausländer dürfe sich der aus Deutschland stammende Mann grundsätzlich für drei Monate in der Schweiz aufhalten. Es sei nicht verboten, keinen Wohnsitz zu haben, hält Planzer fest.

Der Mann oder dessen Hund seien der Polizei bisher nicht negativ aufgefallen. «Sollte aber von der Person oder durch den Hund die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit gefährdet sein, dann würden wir sofort handeln.» Das sei zwar unter Umständen bei Per­sonen ohne festen Wohnsitz schwieriger, zumal etwa eine Busse oder eine Vorladung nicht schriftlich zugestellt werden könnte. Unmöglich aber sei es nicht: Ist der Mann nicht auffindbar, müsste man auf das Mittel der öffentlichen Ausschreibung zurückgreifen, so Planzer.

«Bei Personen ohne festen Wohnsitz ist das Vorgehen in der Tat schwieriger, da Briefe nicht zustellbar sind und eine Kontaktaufnahme schwierig ist», sagt auch Marco Gut, stellvertretender Kantonstierarzt der Urkantone. Als Alternative stehe dem Veterinärdienst die persönliche Übergabe zur Verfügung und die Zusammenarbeit mit der Polizei, sofern die Person auffindbar ist.

Das sei in diesem Fall noch nicht nötig gewesen, wie Gut ausführt. Dem Veterinärdienst der Urkantone sei bisher zwar eine Meldung über einen aggressiven Hund eingegangen, bei dem es sich um den Hund des besagten Mannes handeln könnte. Von einer Bissmeldung habe er hingegen keine Kenntnis. Trotzdem habe man Abklärungen eingeleitet, über die der Kantonstierarzt aber nichts Genaueres sagen könne.

Auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen

Je nach Ausgang der Abklärungen kann der Veterinärdienst der Urkantone Massnahmen anordnen, die weitere Vorfälle vermeiden sollen. Diese Massnahmen hingegen gelten dann nur im Verwaltungsgebiet des Laboratoriums der Urkantone, also in den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden.

Dass besorgte Hundehalter denken, eine Meldung bringe nichts, da der Mann keinen festen Wohnsitz hat, sei falsch. «Wir sind jeweils dankbar für direkte und schnelle Meldungen von Bürgern zu auffälligen respektive verdächtigen Beobachtungen», sagt Plan­zer. Gut fügt an, dass es gerade bei Hundebissen wichtig sei, dass die Betroffenen zum Tierarzt oder zum Arzt gehen, damit eine Bissmeldung an den Veterinärdienst erfolgt. Im Fall von Aggressionen durch den Hund könne auch direkt Meldung an den Veterinärdienst gemacht werden, sagt Gut – und verweist auf ein Formular auf der Website des Laboratoriums der Urkantone.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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