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URI: Ins Riedlig gibts bald auch eine Strasse

Die Mittelstation der Biel-Seilbahn soll bald mit dem Auto erreichbar sein. Die Korporation will zudem «zeit­gemässer» von der Mobil­telefonie profitieren.
Elias Bricker
Der neue Güterweg soll – wie die erste Sektion der Luftseilbahn Biel-Kinzig – den Riedligflügel in Bürglen erschliessen. (Bild Elias Bricker)

Der neue Güterweg soll – wie die erste Sektion der Luftseilbahn Biel-Kinzig – den Riedligflügel in Bürglen erschliessen. (Bild Elias Bricker)

Elias Bricker

Der Korporationsrat Uri genehmigte an der gestrigen Sitzung im Rathaus in Altdorf sowohl den Geschäftsbericht als auch die Rechnung 2015 diskussionslos. Die Korporation Uri generierte im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 270 000 Franken – dies bei einem Aufwand von rund 5,955 Millionen Franken (siehe unsere Zeitung vom 2. April). «Diese Rechnung ist erfreulich», sagte Verwalter Kurt Schuler. «Gegenüber dem Budget machten wir fast eine Punktlandung – trotz höherer Ausgaben.»

Korporation muss neu verhandeln

Die Erträge aus Regalien und Konzessionen bilden nach wie vor das Rückgrat der Korporationsfinanzen und machten 2015 rund 3,1 Millionen Franken aus. «Eine Senkung der Wasserzinsen, wie sie Bundesbern will, hätte für unsere Finanzen grosse Auswirkungen», sagte Schuler. Und Korporationsrat Toni Arnold aus Seedorf betonte: «Bei den Wasserzinsen und den Konzessionen wird uns in Zukunft eine Bise entgegenblasen.» Die Korporation dürfte aber bald weitere Einnahmen machen. Sie muss in den kommenden Jahren mit den Mobiltelefonie-Anbietern die Baurechtsverträge für die Platzierung von Antennen neu verhandeln. Verwalter Schuler liess durchblicken, dass die Korporation künftig «zeitgemässe» Entschädigungen wolle.

Zudem behandelte der Rat gestern drei Strassenprojekte. Die Wegbaugenossenschaft Holden–Breitebnet–Riedlig, Bürglen, plant einen Güterweg von Brügg ins Riedlig. Bis 2018 soll es möglich sein, mit dem Auto von der Talstation der Luftseilbahn Biel–Kinzig zur Mittelstation Riedlig zu fahren. «Die Bedeutung der Bahn ist durch den Wegbau aber nicht in Frage gestellt», so der Engere Rat. Denn der Weg dürfe nur für land- und forstwirtschaftliche Zwecke benützt werden. «Er ist ein Beitrag zur Erhaltung der Landwirtschaft», sagte Korporationsrat Toni Furger aus Bristen. Denn mit dem neuen Güterweg sollen vierzehn Häuser und acht Landwirtschaftsbetriebe erschlossen werden. Der Güterweg wird 4,7 Kilometer lang. Zudem sind Nebenwege von 1,2 Kilometern Länge vorgesehen. Es wird mit Kosten von 2,9 Millionen Franken gerechnet. Der Korporationsrat hat diskussionslos entschieden, 7 Prozent der Kosten respektive maximal 203 000 Franken zu übernehmen. Bund, Kanton und wohl auch die Gemeinde beteiligen sich ebenfalls. Im Landrat hat der Kantonsbeitrag von 945 000 Franken für heftige Diskussionen gesorgt (siehe Neue UZ vom 12. November 2015).

Weiter soll nun der Güterweg Holzrieri–Diessenbrunnen oberhalb von Gurtnellen für 1,9 Millionen Franken saniert werden. Der Rat beschloss einstimmig, 8 Prozent der Kosten zu übernehmen – maximal 152 000 Franken.

Auch als Wanderweg genutzt

Der Weg aus den Vierzigerjahren dient sowohl als Forst- als auch als Erschliessungsstrasse für landwirtschaftliche Liegenschaften. Zudem wird er als Wanderweg zwischen Arni und Gurtnellen ­genutzt. Inzwischen ist der Weg sanierungsbedürftig. Zudem soll er von 2 auf 2,6 Meter verbreitert werden. «Der Weg ist für die heutigen Landwirtschaftsfahrzeuge zu schmal», sagte Allmendaufseher Matthias Baumann.

Asphalt muss saniert werden

Zudem entschied der Rat, 7 Prozent – maximal 52 150 Franken – der Sanierungskosten des Güterwegs Spiss–Bittleten-Waldi ob Bürglen zu übernehmen. Insgesamt kostet die Sanierung des Weges, der beim Tunnel in der EWA-Kurve in Bürglen beginnt, rund 745 000 Franken. Er wurde zwischen 1980 und 1995 in mehreren Etappen erstellt. Inzwischen weist der 6 Kilometer lange Asphaltweg altersbedingte Schäden auf.

Zwölf Mitglieder treten 2016 zurück

eb. Die gestrige Sitzung war die letzte der Legislatur 2012–2016. Zwölf Korporationsräte waren letztmals dabei. Es sind dies: Hans Arnold, Bauen (seit 2012); Josef Brand, Bürglen (2012); Franz Gerig, Altdorf (2008); Josef Gisler-Imhof, Spiringen (2000); Anton Furger, Bristen (2008); Anton Arnold, Seedorf (2004); Alois Herger, Seelisberg (2008); Judith Gisler, Flüelen (2008); Paul Bissig, Schattdorf (2008); Alois Gisler, Schattdorf (2008); Hermann Gnos, Erstfeld (2008) und Peter Indergand, Erstfeld (2008).

Rat wird kleiner

Zudem wird der Korporationsrat auf die nächste Legislatur hin von heute 44 auf 32 Mitglieder verkleinert. Gleichzeitig werden die sechs Allmendaufseher ab Juni nicht mehr Mitglied des Korporationsrates (Legislative), sondern nur noch Mitglied des Engeren Rates (Exekutive) sein.

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