URI: Käse lockt Tausende an – auch aus Deutschland

Am Alpkäsemarkt haben die Produzenten ihre feinsten Produkte präsentiert. Beim Wettbewerb hat neben dem Publikum erstmals eine Jury Punkte verteilt.

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Die elfte Auflage des Urner Alpkäsemarkts, bei dem auch Backwaren, Fleisch und Wollprodukte angeboten wurden, war ein Renner. (Bild Urs Hanhart)

Die elfte Auflage des Urner Alpkäsemarkts, bei dem auch Backwaren, Fleisch und Wollprodukte angeboten wurden, war ein Renner. (Bild Urs Hanhart)

Die elfte Auflage des Urner Alpkäsemarkts, bei dem auch Backwaren, Weine, Fleisch- und Schafwollprodukte feilgeboten wurden, erwies sich als absoluter Renner. Besucher aus nah und fern, darunter nicht wenige aus Deutschland, strömten am Samstag und Sonntag in die Urner Seegemeinde Seedorf. Die Halle – die Heimspielstätte des Rollhockeyclubs Uri, des einzigen Urner Nationalliga-A-Vereins – und die integrierte, riesige Festwirtschaft präsentierten sich durchgehend sehr gut besetzt. Der Markt lockte über das Wochenende Tausende von Besucherinnen und Besuchern an.

Zum siebten Mal ein Wettbewerb

Sogar zum Bersten voll war die Halle am Samstagnachmittag beim eigentlichen Höhepunkt des Markts, dem ohrenbetäubenden Einzug der «Gitschä-Trychler», und der anschliessenden Rangverkündigung für den Alpkäsewettbewerb. Dieser wurde bereits zum siebten Mal durchgeführt. Insgesamt machten diesmal 28 Produzenten mit. Neu war in diesem Jahr, dass die Alpkäse nicht mehr nur von den Konsumenten, sondern auch von einer aus drei Personen bestehenden Fachjury bewertet wurden.

Höchster Urner mit Stand dabei

Landratspräsident Christian Arnold, der als Bewirtschafter des Klosterhofs in Seedorf selber mit einem Ausstellungsstand vertreten war, gab die Resultate bekannt und überreichte die Urkunden. Jene für den ersten Platz ging an Esther und Klaus Kempf von der Oberalp, Unterschächen. In ihrem auf rund 2000 Metern über Meer liegenden Betrieb, den sie bereits in der fünften Generation bewirtschaften, produzieren sie im Sommer jeweils 4,5 Tonnen Alpkäse.

Klaus Kempf zeige sich nach der Entgegennahme der Siegesurkunde überwältigt: «Nach drei zweiten Plätzen ist dies die Krönung für uns. Dieser Preis bedeutet uns sehr viel. Er ist eine Anerkennung für unsere Arbeit. Wir versuchen jeden Tag beim Käsen unser Bestes zu geben.»

Solidarität mit anderen Älplern

Für Klaus Kempf ist der Alpkäsemarkt immer ein Highlight: «Für uns ist er sehr wichtig. Wir erhalten hier eine ideale Plattform, um den Konsumenten unsere Produkte näher zu bringen. Ich finde es wichtig, bei einem solchen Anlass präsent zu sein und auch Solidarität zu den Mitälplern zu zeigen», sagt Kempf. Er und seine Frau setzen auf Direktvermarktung und haben damit Erfolg. Sie können auf eine treue Stammkundschaft zählen und verkaufen ihren Käse sogar über die Landesgrenzen hinaus.

Auf dem zweiten Platz des Alpkäsemarkts landeten Paul und Bernadette Schuler-Brand von der Alp Galtenebnet, und den dritten Platz belegten Peter und Käthy Kempf-Arnold von der Alp Kinzertal. Darüber hinaus wurden noch mehrere Anerkennungsurkunden ausgehändigt.

Urs Hanhart