URI: Kanton nimmt seine Gesundheitsaufsicht war

Diese Woche informierte comparis.ch über eine Befragung der Kantone zu Infektionen in Spitälern und zu ihrer Gesundheitsaufsicht. Dabei wurde bemängelt, dass nur wenige Kantone Vor-Ort-Kontrollen durchführten. Die unvollständige Darstellung des Sachverhalts hat den Kanton Uri zu eine Klarstellung veranlasst.

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Das Kantonsspital Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Das Kantonsspital Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Leistungsvereinbarung zwischen der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion des Kantons Uri (GSUD) und dem Kantonsspital Uri (KSU) beinhaltet, dass sich das KSU an den Messungen des ANQ (Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken) beteiligt. Wie die GSDU am Donnerstag mitteilte, hat der Kanton Uri bereits bis anhin – als einer von wenigen Kantonen – die Kantonsauswertungen der Messresultate des ANQ angefordert, überprüft und mit den Ergebnissen anderer Spitäler verglichen. Dabei schneide das Kantonsspital Uri sehr gut ab.

Im Messplan des ANQ ist auch die jährlich wiederkehrende Messung postoperativer Wundinfekte durch Swissnoso enthalten. Die Resultate werden im August 2014 erstmals veröffentlicht.

Als Aufsichtsbehörde prüft die GSUD zusammen mit dem Spitalrat sowie der Spitalleitung des KSU regelmässig Massnahmen zur Qualitätssicherung und setzt diese nötigenfalls durch. Die guten Messergebnisse des KSU geben keinen Anlass zu Kontrollen vor Ort.

Kontrolle der Hygiene im Kantonsspital Uri gewährleistet

Das Kantonsspital Uri sei sich der Gefahr der Spitalinfektionen sehr bewusst, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Deswegen werde systematisch auf die strikte Einhaltung einer guten Hygiene geachtet. So kümmert sich die speziell dafür zuständige Hygieneverantwortliche um die Umsetzung des umfassenden Hygienekonzepts, schult und berät die Mitarbeitenden und nimmt regelmässig interne Kontrollen vor.

Speziell ist die Händehygiene seit Jahren grossgeschrieben. Sie wird laufend neu instruiert und überwacht. Es wird darauf geachtet, dass die Hände nach jedem Patientenkontakt desinfiziert werden, um eine Verschleppung von Keimen zu verhindern. Mittels interner Audits wird kontrolliert, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden.

Das Kantonsspital Uri nimmt zudem an den externen Ringversuchen von Swissnoso, der Schweizerischen Gesellschaft gegen nosokomiale Infektionen und multiresistente Keime, teil. Sämtliche Instrumente der Endoskopie werden alle sechs Monate auf Keime untersucht, um die korrekte Desinfektion sicher zu stellen.

«In klar definierten Abständen trifft sich die Hygienekommission, der Mitarbeitende aus der Pflege, dem Labor, dem Operationsbereich, der Chirurgie und der Medizin angehören, und überprüft allfällige Schwachstellen und regelt auftauchende Fragen», erläutert Urs Marbet, Chefarzt Innere Medizin am Kantonsspital Uri. «Speziell bei der Sterilisation und im Operationsbereich werden regelmässig Keimproben entnommen und die korrekte Lüftung und Technik durch externe Kontrollen und Audits durch zertifizierte Stellen kontrolliert», so Urs Marbet weiter.

pd/zim