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Uri kehrt nach dem Ausnahmejahr 2018 zurück zur Normalität

Das Forschungsinstitut BAK Economics prognostiziert für den Kanton Uri im Jahr 2019 im Vergleich zum laufenden Jahr eine verhaltene Konjunkturentwicklung. Erfreuliche Signale kommen aus der Kunststoff- und Investitionsgüterindustrie sowie aus dem Gastrogewerbe. In der Baubranche ist fürs kommende Jahr eine Erholung zu erwarten.
Für 2019 wird mit einer Erholung in der Urner Baubranche und einem Wertschöpfungswachstum von 2,1 Prozent gerechnet. Hier im Bild die Bauarbeiten an der Bergstation auf dem Schneehüenerstock. (Bild: Urs Hanhart, 4. Oktober 2018)

Für 2019 wird mit einer Erholung in der Urner Baubranche und einem Wertschöpfungswachstum von 2,1 Prozent gerechnet. Hier im Bild die Bauarbeiten an der Bergstation auf dem Schneehüenerstock. (Bild: Urs Hanhart, 4. Oktober 2018)

Im Auftrag der Urner Kantonalbank (UKB) hat das Forschungsinstitut BAK Economics die aktuelle Wirtschaftslage in Uri analysiert. «Die Weltwirtschaft wie auch jene der Schweiz zeigen sich 2018 in Hochform und das Plus von 3,0 Prozent im Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) ist ein Rekordergebnis im Vergleich zu den Vorjahren», heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Medienmitteilung der UKB. «Infolge von Unsicherheiten bezüglich globaler Handelskonflikte wie auch erschwerter Rahmenbedingungen in der Schweiz und der EU ist indes für 2019 eine Abschwächung des BIP-Wachstums auf 1,6 Prozent zu erwarten.»

Angleich an Schweizer Mittel erwartet

Die Urner Wirtschaft entwickelt sich gemäss BAK Economics im laufenden Jahr ebenfalls dynamisch, mit 2,3 Prozent im schweizweiten Vergleich jedoch unterdurchschnittlich. Für das nächste Jahr wird ein Angleich ans Schweizer Mittel prognostiziert. Die Beschäftigungsentwicklung ist 2018 mit 1,8 Prozent in Uri insgesamt positiv (Schweiz: 1,9 Prozent). Die Urner Arbeitslosenquote liegt im Vergleich zur Gesamtschweiz deutlich tiefer. Auch für 2019 bleibt BAK Economics im Hinblick auf die Beschäftigungslage in Uri optimistisch.

Exportboom bei Kunststoff und Investitionsgütern

Dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland und einer hohen Investitionsbereitschaft im Inland legt die Kunststoff- und Investitionsgüterindustrie in Uri 2018 überdurchschnittlich zu. Im Export erreichten Kunststoff- und Investitionsgüter aus Uri ein Plus von 12,9 Prozent (Schweiz: 7,9 Prozent). «Auch der Blick in die Zukunft ist erfreulich», heisst es in der Mitteilung. «Nach 7,3 Prozent im laufenden Jahr dürfte die Branche in Uri 2019 trotz abflauender Weltwirtschaft immer noch um 4,6 Prozent zulegen.»

Positive Dynamik im Gastgewerbe

Bereits 2017 hat die Anzahl Hotelübernachtungen im Kanton Uri zugelegt. Dieselbe Periode 2018 zeigt sich demgegenüber noch dynamischer. In den ersten sieben Monaten ist ein Wachstum von 5 Prozent zu verzeichnen, das sich bis Jahresende bei 3,3 Prozent einpendeln dürfte. Mehr Gäste kommen einerseits aus der Schweiz und anderseits insbesondere aus China und Westeuropa. Bei Letzteren wirkt sich die Wechselkurssituation Franken/Euro und die wirtschaftliche Lage im Euroraum positiv aus. Auch für 2019 prognostiziert BAK Economics einen überdurchschnittlichen Wertschöpfungsanstieg im Urner Gastgewerbe. Dies wirkt sich ausserdem auf den Detailhandel erfreulich aus, dessen Entwicklung 2018 den Schweizer Durchschnitt übertraf und auch in naher Zukunft robust bleiben dürfte.

Bessere Aussichten für Bauwirtschaft

Wie erwartet zeichnet sich 2018 – nach einer Stagnation im Vorjahr – ein markanter Rückgang in der Urner Baubranche ab. Der Arbeitsvorrat nahm im Hochbau um 30,5 Prozent und im Tiefbau um 43,3 Prozent ab. «Da der Anteil aus dem Baugewerbe in Uri zuletzt rund 12 Prozent der gesamten Wertschöpfung ausmachte, beeinflusst die Baukonjunktur die Urner Wirtschaft stark und wird sich auf das Gesamtergebnis 2018 negativ auswirken», so BAK Economics. Für 2019 wird allerdings mit einer Erholung in der Urner Baubranche und einem Wertschöpfungswachstum von 2,1 Prozent gerechnet. «Ein wichtiger Indikator für diese positive Einschätzung ist die um 10 Prozent gestiegene Anzahl von Baubewilligungen.»

Wenig Entwicklung bei den Immobilienpreisen

Da die Leerwohnungsziffer mit 1,4 Prozent in Uri 2018 nach wie vor relativ hoch liegt, sind bei den Mietzinsen sowie bei den Preisen für Eigentumswohnungen aktuell rückläufige Tendenzen sichtbar. Die Preise für Einfamilienhäuser stagnieren, während jene für Renditeliegenschaften in den ersten beiden Quartalen noch stiegen. Für 2019 erwartet BAK Economics «grundsätzlich eine stabile Preisentwicklung für Wohneigentum im Kanton Uri».

Auf und ab im Energiesektor

Von den anziehenden europäischen Strompreisen und dem dadurch beflügelten Energiemarkt profitieren gemäss BAK Economics primär die Handelszentren. Der Urner Energiemarkt hingegen wird 2018 im nationalen Vergleich unterdurchschnittlich wachsen, dabei aber dennoch ein Plus von voraussichtlich 5,5 Prozent erreichen. «Weil für das nächste Jahr keine positiven Marktimpulse ersichtlich sind, muss der Urner Energie- und Wassersektor mit einem leichten Wertschöpfungsrückgang rechnen», heisst es in der Mitteilung. (pd/bar)

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