URI: Kesb: Jetzt nimmt das Amt Stellung zur Kritik

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) ist unter Beschuss. Jetzt sagt der Amtsvorsteher, wie berechtigt die Kritik ist.

Florian Arnold
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Für das Wohl des Kindes muss die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde oft rasche Entscheidungen treffen. (Symbolbild / Keystone)

Für das Wohl des Kindes muss die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde oft rasche Entscheidungen treffen. (Symbolbild / Keystone)

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) musste sich in den vergangenen Tagen viel Kritik gefallen lassen. Die Gemeinden würden sich über mangelndes Mitspracherecht beklagen, die neue Behörde sei nicht bereit, zusammenzuarbeiten, heisst es in einer Medienmitteilung der jungen SVP.

Jetzt nimmt Werner Danioth, Vorsteher des Amts für Soziales Stellung: «Es fällt nicht mehr in die Zuständigkeit der Gemeinden, ob jemand unter Beistandschaft gestellt wird oder nicht», so Danioth. Die geltenden Datenschutzbestimmungen würden es deshalb nicht zulassen, dass die Gemeinden mehr als ein Dispositiv des Entscheides erhalten würden.

Nur wenn die Betroffenen nicht selber in der Lage sind, die Kosten zu tragen, muss die Sozialhilfe einspringen, was Sache der Gemeinden ist. «In diesen Fällen werden die Gemeinden angehört und können Vorschläge für Lösungen bringen.» Die Entscheidungskompetenz liege aber auch dann bei der Kesb. Trotz allem sieht Danioth auch Handlungsbedarf. Ein Begleitgremium sei daran, Optimierungspotenzial bei der Kesb ausfindig zu machen.